Letzter Krisenhaushalt? 2018 will Griechenland wieder eigenständig sein

Das griechische Parlament hat den Haushalt für 2018 gebilligt. Nach einer fünftägigen Debatte votierten 153 Abgeordnete für den Etat, 144 stimmten dagegen. Im August 2018 soll sich das Krisenland vom Tropf der Hilfskredite lösen und wieder am Kapitalmarkt refinanzieren. Der jetzt verabschiedete soll der Letzte Krisenhaushalt sein, der vom Parlament verabschiedet wird.

Alexis Tsipras: 

"Das Land lässt ein langes und schmerzhaftes Abenteuer hinter sich, an das sich niemand gern erinnert. Eine tiefe Rezession, eine Zeit harter Sparmaßnahmen, der Rückzug der Investoren, aber vor allem eine Zeit der Erniedrigung und Unwürdigkeit."

Athen konnte Anfang Dezember zügig die dritte Prüfrunde abschließen. Aber um das Programm planmäßig zu beenden, müssen bis Mitte 2018 noch 82 Reform- und Sparvorgaben umgesetzt werden. Die Opposition kritisiert:

Kyriakos Mitsotakis ist Führer der oppositionellen, konservativen Nea Demokraia: 

"Ihr Haushalt wiederholt das gleiche schon einmal fehlgeschlagene Rezept - es ist einmal mehr Austerität, einmal mehr verhindert es wirtschaftliche Entwicklung. Es erhöht Steuern, sogar viele Steuern, und es ist ungerecht, und eben deshalb ist dieser Haushalt unbeliebt."

Die Pensionäre haben schon rund ein Viertel verloren, das nächste Jahr wird weitere Einschnitte bringen - und wachsenden Widerstand der betroffenen Griechen.