Der Hund dieser Frau hat wahrscheinlich ihren Krebs erkannt – und ihr das Leben gerettet

Lauren Gauthiers Hund half dabei, ihre Krebserkrankung zu erkennen. (Bild: Instagram/lagchap)

Eine Frau, die an Hautkrebs erkrankt war, dankt ihrem Hund dafür, dass er ihn erkannt und ihr so das Leben gerettet hat.

Lauren Gauthier, 42, eine Anwältin aus Amherst, New York, leitet die Tierrettungsorganisation Magic’s Mission. Als ein Jäger in South Carolina einen Treeing Walker Coonhound mit einem entzündeten Auge, das entfernt werden musste, abgab, verliebte sich Gauthier umgehend in die zweijährige Hündin und nannte sie Victoria.

Im Frühjahr 2017, als sie zu Hause war, begann Victoria damit, auf Gauthiers Gesicht zu starren, besonders auf den rechten Nasenflügel ihrer Besitzerin. „Ich hatte da etwas, von dem ich dachte, es sei ein Pickel und sie war davon total fasziniert und berührte es sogar mit ihrer Nase“, erzähl Gauthier Yahoo Lifestyle. „Als der rote Punkt weniger wurde, starrte Victoria auf die Umgebung. „Das fand ich seltsam“, sagt Gauthier.

Als der rote Punkt drei Wochen später erneut auftauchte, starrte Victoria ihn wieder gebannt an, sodass Gauthier sich entschloss, einen Arzt aufzusuchen.


Eine Biopsie verriet, dass der Punkt ein Basalzellenkarzinom war, eine Form von Hautkrebs, an der laut Skin Cancer Foundation jedes Jahr vier Millionen Menschen erkranken. Gauthiers Arzt riet zu einer Mohs-Operation, ein Vorgehen, bei dem die betroffene Haut Stück für Stück abgetragen wird. In Gauthiers Fall würde er einen Hautlappen vom oberen Teil ihrer Nase entfernen und ihn verwenden, um das Loch zu schließen, das der Krebs hinterlassen hat.

Nachdem Gauthier, die sagte, sie sei in jungen Jahren regelmäßig ins Sonnenstudio gegangen, mehreren Basalzellenkarzinom-Patienten auf Instagram folgte, um sich mental auf die OP vorzubereiten, teilte sie ihre eigenen Fotos. „Ich habe immer daran geglaubt, dass man aus einer Herausforderung etwas Positives machen sollte, deshalb wollte ich von der Nutzung von Solarien abraten und anderen helfen, die die Mohs-Operation in ihrem Gesicht machen lassen“, sagt sie.

Vier Monate nach der OP befindet sich Gauthier auf dem Weg der Besserung. „Mein Nasenflügel sieht ein bisschen so aus, als würde er von einem Angelhaken hochgezogen, aber wenn ich das richten lassen will, muss ich ein Jahr warten, bis alles gut abgeheilt ist“, sagt sie und fügt hinzu, dass sie nun wegen ihres erhöhten Risikos für weiteren Hautkrebs bei Sonneneinstrahlung besonders vorsichtig ist.


Es ist nicht mein schönster Tag. Hatte heute #Mohsoperation und ein #Basalzellenkarzinom wurde von meiner Nase entfernt. Fühlt sich wund an und ich freue mich auf die #Heilung. Dankbar, dass sie mit nur einem Versuch alles entfernen konnten. Alle meine Tage in jüngeren Jahren im #Solarium rächen sich jetzt. Ich habe Blut in den Haaren und auf meinem Shirt. Seht mich als Anstoß, #Sonnencreme zu verwenden und haltet euch vom Solarium fern.


Tag eins nach der Mohs-OP. Wer zimperlich ist, sollte weiter scrollen. Aber als ich auf meine #Mohs-Operation wartete, half mir bei der Vorbereitung nur sehr wenig, abgesehen von Instagram und Blogs. Dies ist jetzt gerade meine Realität und ich hoffe, ich ermutige andere, #Sonnencreme zu verwenden und jährlich zur Hautkrebsvorsorge zu gehen.

Wissenschaftler vermuten seit Langem, dass Hunde Krebs erkennen können. 2011 veröffentlichte die Medizinzeitschrift „The Lancet“ Ergebnisse von mehreren Fällen: Eine Patientin, deren Hund „ständig“ an einem Leberfleck an ihrem Bein schnüffelte, stellte sich später als bösartiges Melanom heraus; ein Mann, der etwas hatte, von dem er dachte, es sei ein Ekzem und dessen Labrador obsessiv an dieser Gegend seiner Hose schnüffelte. Das „Ekzem“ wurde als Basalzellenkarzinom diagnostiziert. In beiden Fällen verloren die Hunde nach der Behandlung des Krebses das Interesse an diesen Hautstellen.

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Hunde einen außergewöhnlichen Geruchssinn haben. „Nehmen wir an, sie sind nur 10.000 Mal besser“, sagte James Walker, der ehemalige Direktor des Sensory Research Institute an der Florida State University, im Wissenschaftsprogramm „Nova“ auf PBS. „Wenn man eine Analogie zum Sehvermögen zieht – das Gleiche, das Sie und ich auf einen halben Kilometer sehen, kann ein Hund in einer Entfernung von 5.000 Kilometern sehen.“ Beim Geruchssinn liegt es teilweise daran, dass Hunde 300 Millionen olfaktorische Rezeptoren in ihren Nasen haben, Menschen dagegen besitzen nur sechs Millionen. Und laut der Sendung „Nova“ ist die Fähigkeit von Hunden, Gerüche zu analysieren, im Vergleich zu Menschen 40 Mal höher.

Lauren Gauthier hatte einen roten Punkt am Nasenflügel, der sich als Krebs herausstellte. (Bild: Lauren Gauthier)

Sheryl Gabram-Mendola, eine Onkologin am Winship Cancer Institute der Emory University, hat ihre eigene Theorie, warum Hunde sich zu Krebspatienten hingezogen fühlen. 2011 sagte sie ABC News, dass Menschen mit Krebs organische Verbindungen absondern, die nur von Hunden wahrgenommen werden können. Gabram-Mendola entwickelte einen Test, um zu beweisen, dass Hunde mehr als 300 Moleküle im Atem erkennen können.

„Unser Modell erwies sich bei Patienten mit und ohne Brustkrebs in über 75 Prozent der Fälle als korrekt“, sagte sie. ABC berichtete, dass ihre Arbeit im Wissenschaftsmagazin „Gut“ erwähnt wurde, das den Fall eines schwarzen Labradors aufgriff, der anhand des menschlichen Atems mit einer Erfolgsquote von 91 Prozent Darmkrebs erkannte.

Laut American Kennel Club sind Treeing Walking Coonhounds wie Victoria talentierte Jäger, ursprünglich gezüchtet, um Waschbären und größere Tiere für Jäger zu fangen.

Für Gauthier sind sie auch Lebensretter. „Victoria und ich hatten schon immer eine enge Bindung – wir machen gerne Selfies auf der Couch – und sie war solch eine tolle Unterstützung“, sagt sie. „Ich bin ihr extrem dankbar und liebe sie unendlich.“

Elise Solé