Der erste künstlich erzeugte Meteorschauer soll 2019 an den Start gehen

Ein japanisches Unternehmen will Meteorschauer künstlich herstellen. (Bild: ddp Images)

Meteorschauer sind ein Naturschauspiel, das Menschen weltweit in ihren Bann zieht. Allerdings sind sie nur selten zu betrachten. Zukünftig dürfte sich das ändern, denn in zwei Jahren soll das Phänomen erstmals von Menschenhand erzeugt werden.

Anfang 2019 will das Unternehmen „ALE“ den Himmel über der japanischen Stadt Hiroshima erleuchten. Auf der eigenen Website schreiben die Verantwortlichen: „Wir nutzen den Weltraum als Bühne und wir werden konstant danach streben, neue Level von Unterhaltung zu schaffen. Wir werden unsere technische Expertise und unser Know-how nutzten, um der Entwicklung von Wissenschaft beizusteuern.“

Das soll mit einem Projekt namens „SkyCanvas“ geschafft werden, bei dem es sich um einen eigens inszenierten Meteorschauer handelt. Das Spektakel soll so hell sein, dass es 100 Kilometer innerhalb des Radius von Hiroshima gesehen werden kann. „Wir hoffen, dass unser Mix aus Unterhaltung und Wissenschaft eine Inspiration sein kann, die Leute dazu bringt, interessierter an der Erforschung des Weltalls zu sein“, sagte CEO Lena Okajima laut „Singularity Hub“.

Bereits im letzten Jahr machte „ALE“ mit der Nachricht über das Sternschnuppen-Projekt auf sich aufmerksam – allerdings tüftelten die Wissenschaftler noch daran die Technologie zu perfektionieren. „In der Weltraum-Industrie ist es bekannt, dass es sich gewöhnlich um die Mechanik handelt, wenn etwas schief geht. Wir sind also gerade dabei, 300 Kugeln zu testen und zu sehen, wie sie sich in unserer Vakuumkammer machen“, erklärte Josh Rodenbaugh, der die Satelliten-Operationen bei „ALE“ leitet.

Laut „Golem.de“ steckt eine bemerkenswerte Technologie hinter dem künstlich erzeugten Meteorschauer: Er soll durch kleine Satelliten erzeugt werden, die ins All geschossen werden. Diese haben kleine Kugeln an Bord, welche ausgesetzt werden, ihrerseits um die Erde kreisen, in die Atmosphäre eintreten und verglühen. Der feurige Schweif, der dabei entsteht, ist dann von der Erde aus zu sehen und soll heller als der Polarstern sein. Es wurde bereits spekuliert, ob der “SkyCanvas” auch bei der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio vorgeführt wird.