Depressionen entgegenwirken: So verbessern Sie ihre psychische Gesundheit

Man kann Depressionen mit einfachen Mitteln vorbeugen. (Bild: ddp Images)

Nicht nur im Herbst haben viele Menschen mit schlechter Laune, Antriebslosigkeit und depressiven Gedanken zu kämpfen. In den letzten vier Jahrzehnten hat sich die Zahl der Krankschreibungen wegen psychischer Probleme insgesamt verfünffacht. Mit diesen einfachen Tipps können Sie psychischen Problemen einfach vorbeugen.

In Deutschland leiden immer mehr Menschen unter psychischen Erkrankungen, die weitreichende gesundheitliche Folgen haben können. Einen wichtigen Auslöser für psychische Erkrankungen sehen Experten, laut der Initiative „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ (psyGA) darin, dass die meisten Menschen im Arbeitsalltag immer größerem Stress ausgesetzt sind.

Während früher häufig nicht die psychischen Erkrankungen selbst diagnostiziert wurden, sondern erst die körperlichen Spätfolgen wie Herzkreislauferkrankungen, Magengeschwüre oder Migräne, ist die Sensibilität für psychische Erkrankungen mittlerweile viel größer. Und so können Sie dem entgegenwirken:

Bewegung und Körperhaltung

Es klingt so einfach – und das ist es auch. Wer sich dreimal pro Woche auspowert, minimiert das Risiko, an Depressionen zu leiden um 19 Prozent, so eine Studie des University College London. Aktive Menschen sind schlichtweg seltener depressiv. Depressive Menschen bewegen sich deutlich weniger.

Auch die Körperhaltung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Wer sich möglichst aufrecht hält, verfällt seltener trüben Gedanken, so dokumentiert die „Times“ eine im „Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry“ veröffentlichte Studie. Das heißt Kopf gerade ausrichten, Schultern zurück und her mit den positiven Gedanken.

Überflüssige Einflüsse reduzieren

Dieser grundsätzliche Hinweis gilt sowohl in zwischenmenschlicher Hinsicht als auch in Bezug auf Mediennutzung und –konsum. Alles, was Ihnen Energie raubt und Sie zu sehr ablenkt und bremst, gehört aus Ihrem Leben verbannt.

So sollten Sie sich Ihrer psychischen Gesundheit zuliebe von einer Beziehung verabschieden, die Ihnen auf Dauer nicht gut tut. Zieht Ihr Partner Sie ständig runter und ist er mehr Belastung als Bereicherung, sollten Sie das ernst nehmen und die Beziehung beenden. Sonst riskieren Sie selbst eine Depression.

Das Gleiche gilt für Dinge wie Computer, Handys, Tablets und andere digitale Objekte, die Ihnen oft nur jene Zeit rauben, die Sie besser für sich selbst nutzen sollten. Der ständige Einfluss der Medien kann schnell zu einer Überforderung führen. Dabei hilft es schon, dem Gehirn einen halben Tag pro Woche eine digitale Auszeit zu gönnen.

Zeitmanagement

Die Zeit, die Sie gewinnen, indem Sie die digitalen Gadgets mal beiseitelegen, sollten Sie gut nutzen. Suchen Sie sich Orte und Zeitfenster, die nur Ihnen allein gehören und die Sie selbst definieren.

Dazu gehört auch, sich von der Angewohnheit zu verabschieden, ständig alles auf Fotos festzuhalten. Eine in dem Journal „Psychological Science“ veröffentlichte Untersuchung hatte zum Ergebnis, dass man Dinge viel fokussierter wahrnimmt, wenn man sie ohne Ablenkung und Hilfestellung in Erinnerung behält.

Finden Sie heraus, wo Ihr Fokus liegt. (Bild: ddp Images)

Prioritäten setzen und nichts auf die lange Bank schieben

Gesundes Zeitmanagement beinhaltet, dass Sie nicht versuchen, Dinge gleichzeitig – und stattdessen unvollständig – zu erledigen. Multitasking ist keine Option. Setzen Sie stattdessen Prioritäten und delegieren Sie gegebenenfalls Aufgaben an andere. So müssen Sie weniger Dinge aufschieben und haben den Kopf frei für Wichtigeres. Machen Sie im Zweifel eine Pause, sammeln Sie sich und beenden dann die Arbeit, die Sie begonnen haben.

Mehr schlafen

Dieser Ratschlag zeigt schnell positive Effekte auf die psychische Gesundheit. Denn mit ausreichend Schlaf funktionieren Körper und vor allem Geist und Gedächtnis einfach besser.

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