Dennis Aogo suchte während seiner Zeit beim Hamburger SV die Hilfe eines Psychologen

Zu seiner Zeit an der Alster machte der Druck des Profigeschäfts Dennis Aogo zu schaffen. Also holte er sich externe Hilfe.

Der ehemalige Nationalspieler Dennis Aogo (31) hat während seiner Zeit als Profi beim Hamburger SV wegen der mentalen Belastung externe psychologische Hilfe in Anspruch genommen. "Ich war ein junger Spieler, Nationalspieler. Ich war eine Art Aushängeschild des Vereins", sagte der Linksverteidiger des VfB Stuttgart in der Talkshow von Markus Lanz im ZDF , auf ihm habe "extrem viel Verantwortung gelastet". Aogo berichtete, er habe "Schwierigkeiten damit" gehabt. Dann habe er sich gesagt: "Okay, ich brauche Hilfe."

Im Nachhinein war das "die beste Entscheidung meiner Karriere", sagte Aogo, der von 2008 bis 2013 beim HSV spielte. Er habe dabei viel über sich selbst gelernt und eine "Art Werkzeug an die Hand bekommen, um mich selbst zu regulieren".

Ein psychologisches Angebot des Klubs habe er nicht angenommen, weil es schwierig sei, "sich gegenüber einem Psychologen zu outen, der vom Verein engagiert wurde". Dabei habe man als Profi "irgendwie das Gefühl, dass es doch transportiert" würde.

Weltmeister Per Mertesacker hatte zuletzt eine neue Diskussion um mentalen Druck im Fußball mit Aussagen im Magazin Der Spiegel ausgelöst. Dabei gab der Innenverteidiger unter anderem unumwunden zu, Versagensängste während der Heim-WM 2006 gehabt zu haben.