Denkmalschutz-Chefin Sassenscheidt : Sie kämpft für das Erbe Hamburgs

Sie spricht über Bausünden und bedrohte Orte in ihrer Stadt.

Aufgewachsen ist Kristina Sassenscheidt (39) in einer wunderschönen Eppendorfer Altbauwohnung. Vermutlich hat sie also schon als kleines Mädchen den Sinn für ausgezeichnete Architektur entwickelt. Aktuell kämpft die neue Vorsitzende des Denkmalvereins vehement für das bedrohte bauliche Erbe unserer Stadt. Die MOPO sprach mit ihr über die City-Hochhäuser, die „Post-Pyramide“ in der City Nord und die „Begrünung“ des Bunkers an der Feldstraße.

MOPO: Hat der Denkmalschutz in Hamburg  überhaupt noch eine Bedeutung?

Kristina Sassenscheidt: Auf jeden Fall. Denkmalschutz hat hier schon immer einen ganz hohen emotionalen Wert. Die Hamburger sind ja sehr heimatverbunden. Und Denkmalschutz bedeutet oft nichts anderes als Schutz der vertrauten Umgebung.

Ich spielte eigentlich darauf an, dass der Senat den Denkmalschutz nicht mehr achtet und beispielsweise die City-Hochhäuser abreißen lässt.

Als Denkmalverein sehen wir das City-Hof-Verfahren sehr kritisch. Der Senat hat sich mit seinem Denkmalschutzgesetz verpflichtet, vorbildhaft mit seinen Denkmälern umzugehen.  Viele private Denkmal-Inhaber gucken daher jetzt sehr genau auf den City-Hof. Sie fragen sich: Warum sollen wir gut mit unseren Denkmälern umgehen und uns an das Gesetz halten, wenn die Stadt es selbst nicht macht. Dem Denkmalschutz droht damit  ein großes Glaubwürdigkeitsproblem.

Wie sehen Sie den Abriss des denkmalgeschützten Metallwalzwerks an...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo