Demos und Appelle: Reaktionen auf die Lage im Iran

Die angespannte Lage im Iran hat international Reaktionen ausgelöst. Die Europäische Union ermahnte die Führung in Teheran, das Recht der Bevölkerung auf friedliche Demonstrationen und auf Meinungsfreiheit zu respektieren. Diesen Appell äußerte auch der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel.

In Washington zeigten sich Demonstranten solidarisch mit der Protestbewegung im Iran. Genau wie Präsident Donald Trump. „Der Iran scheitert auf allen Ebenen trotz des schrecklichen Atomdeals, den er mit der Obama-Regierung vereinbart hat. Das große iranische Volk wird seit Jahren unterdrückt. Es hungert nach Essen und Freiheit. Ihm wurden Rechte und Wohlstand genommen. ZEIT FÜR EINEN WECHSEL“, schrieb er auf Twitter.

Verbale Unterstützung erhielten die Demonstranten auch von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu: „Tapfere Iraner strömen auf die Straßen, auf der Suche nach Freiheit, nach Gerechtigkeit. Nach den Grundfreiheiten, die ihnen seit Jahrzehnten verweigert werden. Bedauerlicherweise sehen Regierungen in Europa schweigend zu, während junge, heldenhafte Iraner auf den Straßen angegriffen werden. Das ist einfach nicht richtig.“

Das Regime in Teheran habe Angst vor seinem eigenen Volk und werfe deshalb Studenten ins Gefängnis, so Netanjahu wörtlich. Russlands Außenministerium nannte den sich seit mehreren Tagen zuspitzenden Konflikt eine inner-iranische Angelegenheit.