Demonstranten in Panama beenden Straßenblockaden

Die Protestbewegung in Panama hat nach drei Wochen ihre Straßenblockaden beendet. Die Straßen seien erstmals seit Beginn der Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten wieder frei befahrbar, teilte Sicherheitsminister Juan Manuel Pino mit. Die Polizei berichtete, der Autoverkehr auf den betroffenen Routen sei am Dienstag (Ortszeit) wieder angelaufen.

Die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Regierung dauern unterdessen an. Am Montag hatte sich die Regierung bereit erklärt, die Preise von mehr als 70 Gütern des täglichen Bedarfs um durchschnittlich 30 Prozent zu senken und den Treibstoffpreis von 5,20 Dollar auf 3,25 Dollar pro Gallone (3,78 Liter) zu reduzieren.

Die Gewerkschaften verlangen jedoch eine Senkung auf drei Dollar pro Gallone. Zudem fordern sie weiterhin niedrigere Preise für Medikamente und Strom, höhere Investitionen in das Bildungs- und Gesundheitswesen sowie Maßnahmen zur Bekämpfung der Korruption.

Die wochenlangen Demonstrationen waren die massivsten Proteste in Panama seit dem Ende der Militärregierung unter Manuel Antonio Noriega im Jahr 1989. Durch die Proteste kam es in einigen Teilen des Landes zu Kraftstoff- und Lebensmittelknappheit.

Panama ist trotz jährlicher Einnahmen in Milliardenhöhe durch den Panama-Kanal und eines Wirtschaftswachstums in zweistelliger Höhe 2021 eines der Länder mit den größten sozialen Ungleichheiten der Welt. Im Mai betrug die Inflation 4,2 Prozent, die Arbeitslosenquote liegt bei etwa zehn Prozent. Die Kraftstoffpreise sind seit Januar um fast 50 Prozent gestiegen.

bfi/ma

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