„Demokratie in Gefahr“: Die Software für die Bundestagswahl hat eklatante Sicherheitslücken

Matthias Olschewski
IT-Experten haben eklatante Sicherheitslücken in der Bundestagswahl-Software gefunden

Aus Sicht vieler politischer Beobachter hat die mutmaßliche Wahlmanipulation in den USA im vergangenen Jahr gezeigt, wie fragil das westliche Demokratiesystem ist. Der Verdacht: Russische Hacker sollen auf den Wahlausgang Einfluss genommen haben. 

Und auch in Deutschland droht bei der bevorstehenden Bundestagswahl offenbar ein ähnliches Szenario. Am Donnerstag teilte der Chaos Computer Club (CCC) mit, dass die Software zur Erfassung und Auswertung der Wahlergebnisse leicht angegriffen werden könne. 

„Die Schwere der Schwachstellen übertrifft unsere schlimmsten Befürchtungen“

Der CCC sprach gar von einem „Totalschaden für das Software-Produkt“. Die von den IT-Experten festgestellten Mängel an der bei der Wahl eingesetzten Software PC-Wahl würden die Manipulation von Wahlresultaten ermöglichen. Die Warnung des CCC klingt dramatisch: „Die Menge an Angriffsmöglichkeiten und die Schwere der Schwachstellen übertraf unsere schlimmsten Befürchtungen."

„Zeit Online“ und „Die Zeit“ hatten zuvor nach einer breit angelegten Recherche über die Mängel an PC-Wahl berichtet. Demnach sei die Versendung der korrekten Wahldaten aus den Gemeinden an den Wahlleiter nicht ausreichend verschlüsselt. Das Blatt zitiert CCC-Sprecher Linus Neumann, der monierte: Das Programm sei so schlecht, dass es „nie hätte eingesetzt werden dürfen“.

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