Demo in Kölner Innenstadt: Tierschützer fordern Rücktritt der Agrarministerin

Es wurden Videos aus dem Betrieb von Schulze Föckings Familie gezeigt.

So mancher Fußgänger blieb gestern in der Schildergasse an der Antoniterkirche stehen und schaute entsetzt auf die Leinwände unter einem großen Plastikschwein. Grund dafür waren Videoaufnahmen von Schweinen mit offenen Wunden, angebissenen Schwänzen und Entzündungen. Diese Bilder zeigte die Albert-Schweitzer-Stiftung, die sich für die Abschaffung von Massentierhaltung einsetzt, zwischen 11 und 19 Uhr.

Die Videos hatten Tierschützer in diesem Jahr in einem Stall des Betriebs aufgenommen, an dem die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking  bis zu ihrem Amtsantritt im Juli beteiligt gewesen war. „Stern-TV“ hatte über die Aufnahmen berichtet und die Politikerin sagte aus, sie habe schon seit längerem nichts mehr mit der Tierhaltung in dem Betrieb ihrer Familie zu tun.

Stiftung hat bisher 50.000 Untercshriften gesammelt

Die Stiftung fordert die Entlassung der Ministerin und hat dafür bereits fast 50.000 Unterschriften gesammelt. „Schulze Föcking ist so als Ministerin für Landwirtschaft untragbar“, kritisierte Nicolas Thun von der Organisation.

Die Passantin Lina Nepomuck blieb beim Anblick der verletzten Schweine stehen. „Ich finde es ironisch, dass jemand von einem solchen Betrieb Ministerin für Landwirtschaft wird“, sagte sie. Mit der Aktion in drei Städten des Bundeslandes wolle die Stiftung Thun zufolge mehr Menschen dazu motivieren, weniger Fleisch zu essen oder sich vegan zu ernähren....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta