Delta-Variante verschärft Corona-Krise im Iran

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TEHERAN (dpa-AFX) - Im Iran verstärkt sich die Sorge vor der Delta-Variante des Coronavius. "Wir sind deswegen schon seit einer Woche in der fünften Corona-Welle, die sich demnächst auch negativ auf die Anzahl der Toten und Neuinfektionen auswirken könnte", sagte Nader Tawakoli, Mitglied der nationalen Corona-Zentrale, am Mittwoch.

Falls die Entwicklung so weitergehe, werde auch die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran bald wieder zur Roten Zone und somit als extrem infektionsgefährdet deklariert, so der Facharzt für Notfallmedizin laut Nachrichtenagentur Isna.

Der Iran ist von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen. Seit Beginn der Pandemie im Februar 2020 wurden laut Gesundheitsministerium mehr als 84 000 Todesfälle und über 3,2 Millionen Infektionen registriert.

US-Sanktionen haben die Wirtschaftskrise im Land verschärft und erschweren den Kauf von ausländischen Impfstoffen erheblich. Dementsprechend gehen auch die Corona-Impfungen für die über 83 Millionen Menschen nur schleppend voran. Zwar soll das Land sieben Arten von lokalen Impfstoffen entwickelt haben, für eine Massenimpfung jedoch sind diese noch nicht zugelassen. Bislang wurden nur knapp über sieben Prozent der Iraner mit hauptsächlich russischen und chinesischen Vakzinen geimpft.

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