Delivery Hero kauft für 780 Millionen Mehrheit an spanischer Liefer-App Glovo

·Lesedauer: 3 Min.
Delivery Hero wurde einst 2011 von dem schwedischen Unternehmer Niklas Östberg gemeinsam mit Kolja Hebenstreit, Markus Fuhrmann und Lukasz Gadowski gegründet.
Delivery Hero wurde einst 2011 von dem schwedischen Unternehmer Niklas Östberg gemeinsam mit Kolja Hebenstreit, Markus Fuhrmann und Lukasz Gadowski gegründet.

Guten Morgen! Auch während des Wochenendes ging vielerorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Delivery Hero wird Mehrheitsaktionär bei seinem spanischen Konkurrenten Glovo. Der Berliner Essenslieferant hat bisher schon rund 44 Prozent der Aktien gehalten. Jetzt kaufte Delivery Hero einen zusätzlichen Anteil von 39,4 Prozent an Glovo, das derzeit mit rund 2,3 Milliarden Euro bewertet wird.

Delivery Hero hat sich außerdem verpflichtet, Glovo im Laufe des Jahres 2020 in mehreren Tranchen eine Backstop-Finanzierung von rund 250 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Glovo wird den Betrieb mit seiner bestehenden Marke und Plattform unter seiner derzeitigen Führung fortsetzen. Erst Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass Delivery Hero sein deutsches Logistikgeschäft an den Berliner Zehn-Minuten-Lieferdienst Gorillas abstößt. [Mehr bei Handelsblatt und Reuters]

Auf Gründerszene: Im kommenden Jahr steht einiges an – da ist sich unser Autor Don Dahlmann sicher. In seiner Drehmoment-Kolumne skizziert er, wie die Zukunft für einen Autohersteller aussehen wird und warum eine langersehnte Technologie 2022 endlich auf die Straße kommen könnte. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht und der vergangenen Tage:

Tesla muss noch mehr Autos zurückrufen. Neben den USA wurden die Qualitätsmängel nun auch bei chinesischen Fahrzeugen nachgewiesen. Insgesamt müssen nun fast 700.0000 Fahrzeuge in China umgerüstet werden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Tesla 2021 einen Absatzrekord erzielt hat. Die jährlichen Auslieferungen stiegen um 87 Prozent und wuchsen so schnell wie seit Jahren nicht mehr. 2021 wurden weltweit mehr als 936.000 Fahrzeuge ausgeliefert, gegenüber fast einer halben Million im Vorjahr. [Mehr bei Wall Street Journal und Handelsblatt]

Blackberry-Telefone stehen endgültig vor dem Aus: Geräte mit den hauseigenen Betriebssystemen werden ab Dienstag nicht mehr verlässlich funktionieren, wie das Unternehmen zum Jahreswechsel verkündete. Blackberry hatte bereits vor einigen Jahren schon die Entwicklung eigener Smartphones und Betriebssysteme aufgegeben und sich auf Software für Unternehmen konzentriert. [Mehr bei Spiegel und The Verge]

Apple führt nach wie vor das Smartphone-Geschäft in China an. Der US-amerikanische iPhone-Hersteller hat im November den zweiten Monat in Folge den Spitzenplatz bei den Telefonverkäufen in China belegt. Besonders erfolgreich im Land der Mitte ist dabei die iPhone 13-Serie. Laut des Marktforschungsunternehmens Counterpoint Research hält die kalifornische Firma einen Marktanteil von 23,6 Prozent in China, nachdem sie einen Monat zuvor zum ersten Mal seit 2015 alle anderen Telefonhersteller übertroffen hatte. [Mehr bei Wall Street Journal]

Investitionen: Tencent hat sich im Rahmen einer Finanzierungsrunde an der Monzo Bank beteiligt, ein britisches Fintech, das mit mehr als 4,5 Milliarden US-Dollar bewertet wird. Der chinesische Technologiekonzern nahm an einer Runde teil, bei der 600 Millionen Dollar an neuen Investitionen gesammelt wurden. Der Abu Dhabi Growth Fund führte die Finanzierungsrunde an, an der auch die bestehenden Investoren Accel und General Catalyst teilnahmen. [Mehr bei Bloomberg]

Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wird aufgrund der zahlreichen Absagen von Firmen nun einen Tag früher als geplant enden. Die Veranstaltung ist eine wichtige Einnahmequelle für die Consumer Technology Association, aber viele große Unternehmen, darunter Mercedes, BMW, Meta, Twitter und Amazon, haben sich wegen der hochinfektiösen Omikron-Variante von Covid-19 entschieden, nicht persönlich teilzunehmen. [Mehr bei Axios und The Verge]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Daniel Keiper-Knorr, Mitgründer des österreichischen Risikokapitalgebers Speedinvest, ist bekannt für seine lockere Art, seinen Humor und seinen Erfolg. Im Gründerszene-Jahresrückblick verriet uns der Investor, was ihm bei Zoom-Konferenzen fehlt, welche Trends er in der Startup-Szene in den vergangenen zwölf Monaten beobachtete und mit wem er gerne mal zum Mittagessen gehen würde. [Mehr bei Gründerszene]

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Einen guten Start in die Woche und in das neue Jahr!

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