Delivery Hero: Mit Gorillas in den Quick-Commerce?

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Die Aktie von Delivery Hero (WKN: A2E4K4) ist und bleibt eine spannende Wachstumsgeschichte. Frische Zahlen haben erst kürzlich gezeigt, dass das Umsatzwachstum und der Warenwert konsequent und wirklich in einem beeindruckenden Tempo wachsen. Das Problem ist und bleibt jedoch die Profitabilität, zumal die Verluste sich sogar im Moment ausweiten.

Das Management von Delivery Hero arbeitet jedoch im Moment primär genau an diesem Umsatzwachstum. Der Ausbau von Marktanteilen besitzt eine höhere Priorität als die Profitabilität. Ein Fokus, der in gewisser Weise nachvollziehbar erscheint.

Zu diesem Zweck möchte das Management unter anderem auch in den Quick-Commerce expandieren, sprich das Ausliefern zeitkritischer, weil zum Beispiel verderblicher Lebensmittel. Einigen Spekulationen zufolge könnte in diesem Kontext eine interessante Beteiligung anstehen.

Delivery Hero: Beteiligung an Gorillas?

Wenn wir dem medialen Rauschen im Dunstkreis der Aktie von Delivery Hero Glauben schenken wollen, könnte eine Beteiligung an Gorillas bevorstehen. Was Gorillas eigentlich ist? Hervorragende Frage! Hierbei handelt es sich um ein deutsches Start-up mit dem Versprechen, Lebensmittel zu Supermarktpreisen innerhalb von zehn Minuten zu liefern. Oder anders ausgedrückt: Um einen Akteur, der den Quick-Commerce neu definieren möchte.

Delivery Hero könnte, so das Manager Magazin, das sich auf Insider beruft, im Rahmen einer ersten Finanzierungsrunde 200 Mio. Euro investieren. Gegebenenfalls könnten erneut 200 bis 400 Mio. Euro dazukommen, was letztlich die Beteiligung des Food-Delivery-DAX-Konzerns ausmachen könnte. Gorillas, so das Manager Magazin weiter, könnte hingegen im Moment frisches Kapital benötigen.

Von offizieller Seite gab es wohl weder von Delivery Hero noch von Gorillas bislang eine Bestätigung. Trotzdem: Diese Gerüchte könnten zumindest thematisch überaus passend sein, wenn du mich fragst.

Ein Geschäftsmodell, das ins Profil passt

Delivery Hero und Gorillas eint ein wesentliches Merkmal: Nämlich, dass zunächst die Wachstumsgeschichte und der Markt im Vordergrund stehen. Das potenzielle Beteiligungsziel möchte schließlich nichts weniger als ein starkes, schnelles und vom Preis her ziemlich identisches Angebot für Lebensmittel im Segment Quick-Commerce auf den Markt bringen. Interesse an diesen Konditionen dürfte grundsätzlich vorhanden sein.

Allerdings würde der DAX-Konzern mit diesem Fokus erneut in ein Unternehmen investieren, das vermutlich ein Merkmal besitzt: ein rasantes Wachstum. Ein vermutlich aufgrund der niedrigen Preise und der hohen Anforderungen an die Logistik ein derzeit nicht profitables Geschäftsmodell. Wobei auch hier die Frage im Raum steht, wie das Unternehmen langfristig orientiert profitabel werden kann mit dem Versprechen, innerhalb von zehn Minuten zu günstigen Preisen zu liefern.

Delivery Hero und Gorillas könnte daher ein passendes Gerücht sein. Wobei sich, wie gesagt, das Problem der Profitabilität mit solchen Investitionszielen nicht lösen lässt. Aber, immerhin: Spannend wäre es trotzdem in jedem Fall.

Der Artikel Delivery Hero: Mit Gorillas in den Quick-Commerce? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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