DEL: Keine weitere Strafe für Plachta - München muss auf Lauridsen verzichten

DEL: Keine weitere Strafe für Plachta - München muss auf Lauridsen verzichten

Nationalspieler Matthias Plachta kommt nach seinen unfairen Aktionen im Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ohne eine weitere Sperre davon. Der 26-Jährige von den Adlern Mannheim hatte in Spiel vier der Serie gegen Meister Red Bull München (3:6) zunächst Markus Lauridsen mit einem Stockschlag auf die Hand einen Finger gebrochen, dann stieß er Maximilian Kastner den Schläger in den Bauch.
Im Spiel wurde Plachta lediglich für den ersten Schlag sanktioniert, die Spieldauer-Disziplinarstrafe zog automatisch Ermittlungen des DEL-Disziplinarausschusses nach sich. Diese wurden am Donnerstag jedoch offiziell eingestellt, das teilte die DEL mit. Plachta kann damit schon am Freitag (19.30 Uhr) im vielleicht entscheidenden Spiel fünf wieder eingesetzt werden. München führt in der Best-of-seven-Serie mit 3:1.
Der Titelverteidiger muss nun allerdings bis zum Saisonende auf Verteidiger Lauridsen verzichten. Nach der Operation am gebrochenen Finger muss der dänische Nationalspieler voraussichtlich sechs Wochen pausieren.
Plachta selbst war nur eine Woche zuvor mit einem Check gegen den Kopf brutal niedergestreckt worden, nach dem Ellbogenschlag des Deutsch-Kanadiers Steven Pinizzotto lag Plachta minutenlang benommen auf dem Eis. Am Mittwoch entschied er nun mit seinem "Doppelschlag" das Spiel unfreiwillig: Die Gäste nutzten die fünfminütige Überzahl um den Spielstand zu drehen.