DEL: München erneut im Finale, Eisbären sichern Matchball

DEL: München erneut im Finale, Eisbären sichern Matchball

Meister Red Bull München steht nach einer Demonstration der Stärke erneut im Play-off-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die Mannschaft von Don Jackson überrollte die Adler Mannheim am Freitag im fünften Halbfinalspiel mit 5:0 (3:0, 2:0, 0:0) und entschied die Best-of-seven-Serie mit 4:1 für sich.
Zudem sicherte sich Rekordmeister Eisbären Berlin den ersten Matchball für den Finaleinzug. Das Team des früheren Bundestrainers Uwe Krupp besiegte die Nürnberg Ice Tigers im fünften Spiel mit 5:4 (1:0, 1:2, 2:2, 1:0) und führt in der Serie nun mit 3:2. Dem Kanadier Mark Olver gelang der Siegtreffer in der 72. Minute. Beim möglicherweise schon entscheidenden sechsten Duell haben die Franken am Sonntag (15.00 Uhr) Heimrecht.
Vor 6.142 Zuschauern im ausverkauften Olympia-Eissportzentrum zeigten die Münchner ihr bestes Spiel dieser Halbfinalserie, Mannheim präsentierte sich dagegen vor allem zu Beginn desolat. Mads Christensen (1.), Andreas Eder (13.) und Dominik Kahun (19.) brachten den Titelverteidiger schon in den ersten 20 Minuten deutlich in Führung. Erst im zweiten Drittel wirkten die Gäste etwas präsenter, doch München zeigte sich effektiv vor dem Tor: Keith Aulie (25.) und Keith Aucoin (30.) erhöhten auf 5:0 und sorgten schon vor dem Schlussabschnitt für die Vorentscheidung.
In Berlin dominierten die Eisbären, die zuletzt 2013 bei ihrem siebten Titelgewinn im Endspiel gestanden hatten, das Spiel zu Beginn. Es dauerte dennoch bis zur 16. Minute, ehe Jamie MacQueen die Gastgeber in Führung brachte. Mit einem der bis dato wenigen guten Angriffe der Nürnberger glich Patrick Bjorkstrand Anfang des zweiten Drittels aus (24.), nur 71 Sekunden später traf sein Teamkollege Brandon Segal (25.) sogar zur Führung. Marcel Noebels nutzte gegen Ende des zweiten Durchgangs ein Powerplay zum Berliner Ausgleich (39.).
Im Schlussdrittel drehten die Eisbären dann zunächst auf, Nick Petersen (45.) und Frank Hördler (48.) sorgten für die vermeintliche Vorentscheidung. Doch ein Doppelschlag durch Leonhard Pföderl und John Mitchell (beide 56.) innerhalb von nur 34 Sekunden brachte die Verlängerung.