Dekra zur Verkehrssicherheit: Junge Männer besonders gefährdet

BERLIN (dpa-AFX) - Die Zahl der Toten im Straßenverkehr ist bei Männern unter 25 vielfach höher als bei Frauen im gleichen Alter. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Verkehrssicherheitsreport 2022 der Prüfgesellschaft Dekra "Mobilität junger Menschen" hervor. Vier Faktoren stellen die Experten beim Unfallgeschehen junger Menschen auf der ganzen Welt heraus: Die Betroffenen sind mehrheitlich männlich, mit dem Auto oder Motorrad unterwegs, zu schnell und möglicherweise alkoholisiert.

Zwar ist den im Bericht analysierten Daten nach die Zahl der bei Unfällen Getöteten oder Schwerverletzten zwischen 15 und 24 in den vergangenen zehn Jahren je nach Land teils deutlich gesunken. In dieser Altersgruppe sind im Schnitt aber immer noch deutlich mehr Menschen bei Unfällen gestorben oder schwer verletzt worden als in allen anderen Altersgruppen.

175 000 Menschen dieser jungen Altersgruppe starben 2019 weltweit im Straßenverkehr, wie aus Angaben des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) der Uni Washington hervorgeht. Vier von fünf Verkehrstoten in dem Alter waren demnach Männer. 2019 machte die Altersgruppe rund 15 Prozent aller Verkehrstoten aus - jüngere Daten gebe es noch nicht. In Deutschland, wo 2019 insgesamt nach Zahlen des Statistischen Bundesamts 429 junge Menschen zwischen 15 und 24 bei Verkehrsunfällen starben, ergibt sich ein ganz ähnliches Bild.

Als Risikofaktoren benennt der Report mangelnde Fahrerfahrung, Selbstüberschätzung oder Fahrzeugbeherrschung sowie eine höhere Risikobereitschaft. Auch auf Ablenkung vom Verkehr etwa durch Handynutzung oder Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss weisen die Experten hin. "Allesamt Problembereiche, die nicht zuletzt auch im Rahmen der Fahrausbildung noch stärker in den Fokus rücken sollten", so Jann Fehlauer, Geschäftsführer der Dekra Automobil. Handlungsbedarf für mehr Sicherheit sehen die Experten auch beispielsweise bei der Fahrzeugtechnik.

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