Warum du deinen nassen Bikini nicht zu lange tragen solltest

Molly Longman

Den ganzen Tag im Bikini in der Sonne zu liegen und Vitamin D zu tanken, kann unglaublich entspannend sein. Es kann aber auch gefährlich sein – und zwar nicht nur für deine Haut, sondern auch für deinen Schritt. Besonders, wenn du deinen nassen Bikini oder Badeanzug nach dem Baden nicht ausziehst.

Ganz gleich, ob du im Schwimmbad deine Bahnen gezogen, im Whirlpool relaxt oder dich im Meer abgekühlt hast, wenn du aus dem Wasser kommst, solltest du deine nassen Badesachen nicht zu lange anbehalten, warnt die Gynäkologin Dr. Caroline Mitchell. Warum liest du hier.

Rötungen & Irritationen

Der erste Grund ist, dass du dadurch die Haut um den Genitalbereich reizen könntest. Bikinihosen und Badeanzüge sind meist so geschnitten, dass sie eng am Körper anliegen, schließlich sollen sie beim Kopfsprung nicht runterrutschen. Sie können also schnell mal reiben. Außerdem bestehen sie häufig aus Materialien, die nicht atmungsaktiv sind, was auch nicht gerade von Vorteil ist. Das Ergebnis kann rote, manchmal juckende Haut sein. Das ist zwar unangenehm, lässt sich aber ganz gut wieder in den Griff kriegen.

„Bei Menschen mit sensibler Haut kann es etwas länger dauern, bis sich die Haut wieder beruhigt hat“, sagt Mitchell. „Aber wenn du die nassen Sachen ausziehst und ein paar Tage lang Baumwollunterwäsche trägst, kann es den Heilungsprozess unterstützen“. Im Notfall kannst du auch eine Hydrokortisoncreme verwenden, falls du das Jucken anders nicht aushalten kannst und schnelle Abhilfe brauchst.

Pilzinfektion

Die zweite mögliche Folge eines zu lang getragenen nassen Bikinihose ist etwas ernster: eine Pilzinfektion. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass dir ein nasser Badeanzug allein eine Pilzinfektion beschert, aber er kann es auf jeden Fall begünstigen, sagt die Frauenärztin Dr. Diane Young. In und um deine Vagina kann nur eine bestimmte Menge an Bakterien leben. Werden es zu viele, kann das zu einer Infektion führen. Und wenn das passiert, merkst du das ziemlich deutlich – zum Beispiel an klumpigem, weißen Ausfluss und einem starken Juckreiz.

„Bakterien lieben warme, feuchte Bedingungen. Nasse Bikinihosen oder Badeanzüge sind für sie also geradezu perfekt“, so Mitchell. „Die Kandidose (Infektionskrankheit durch Pilze) kann Vagina, Vulva oder Haut betreffen.“

Aber keine Angst, auch Pilzinfektionen lassen sich meist sehr gut behandeln. Es gibt Produkte, die du freiverkäuflich in der Apotheke bekommst, du kannst dir aber auch von deiner Ärztin oder deinem Arzt Tabletten und/oder eine Creme verschreiben lassen.

Am besten ist es aber natürlich, wenn du dir gar nicht erst irgendeine Krankheit oder Hautirritation zuziehst. Also nimm dir am besten Wechselklamotten mit, wenn du an den Strand, ins Schwimmbad oder an den Pool gehst und zieh dich nach dem Baden einfach um. Kleiner Tipp am Rande: Falls es dir unangenehm ist, das in der Öffentlichkeit zu machen, empfehle ich dir, ein weites Kleid oder einen Rock anzuziehen – unter dem kannst du dich unauffällig umziehen.

Wäre es schöner, sich nach dem Schwimmen einfach zum Trocknen in die Sonne zu legen? Definitiv. Aber dann riskierst du eben eine Pilzinfektion, eine Blasenentzündung und einen Sonnenbrand. Und das muss ja nicht sein.

Dir gefällt, was du liest? Gönn' dir noch eine Dosis R29, genau hier!

So glücklich sehen Mamas & ihre Babys 24 Stunden nach der Geburt aus

Die wahre Ursache von Sucht geht auf diese 6 Erlebnisse aus der Kindheit zurück

Sommer, Strand & Müdigkeit: Warum die Sonne erschöpfend ist