Zoff um Zielsprint: Degenkolb droht Strafe

John Degenkolb (l.) wurde auf der 16. Etappe der Tour de France Dritter

John Degenkolb hat nach der 16. Etappe der Tour de France Vorwürfe gegen Tagessieger Michael Matthews erhoben - muss aber selbst eine Strafe befürchten.

Der 28-Jährige vom Team Trek-Segafredo fühlte sich im Schlusssprint der Etappe nach Romans-sur-Isere vom Australier eindeutig behindert. Sein Team legte daraufhin Protest bei der Tour-Jury ein. Die Jury erkannte aber keinen Regelverstoß, wie Tour-Vizechef Thierry Gouvenou mitteilte.

"Eigentlich liegt mir das Finish hier. Aber Matthews zieht von links nach rechts und macht mir klar die Lücke zu", meinte Degenkolb, der schließlich Dritter wurde: "Für mich ist das klar. Das sieht man am Fernseher."

Zoff nach der Ziellinie

Schon beim Überqueren der Ziellinie machte Degenkolb seinem Ärger mit einer wütenden Geste in Richtung Matthews Luft.

Matthews war sich keiner Schuld bewusst. "Der Sprint war sauber", sagte der Australier und warf Degenkolb Unsportlichkeit vor: "Er hat mir im Ziel in den Nacken gegriffen."

Auf Bildern ist zu erkennen, wie der deutsche Sprinter seine Hand nach seinem Kontrahenten ausfährt. "Das war in der Hitze des Gefechts. Man ist natürlich ziemlich verärgert, wenn man nicht um den Sieg kämpfen kann", so Degenkolb.

Gouvenou hat demnach mit Degenkolb über seinen Griff gesprochen und wird vor dem Start der 17. Etappe am Mittwoch erneut das Gespräch mit ihm suchen, bevor er über eine mögliche Strafe entscheidet. Das berichtet cyclingsnews.com.