Defensivprobleme: Warum Union hinten nicht ganz dicht ist

Die Unioner Simon Hedlund, Jakob Busk, Kristian Pedersen, Trainer Jens Keller, Stephan Fürstner und Kenny Prince Redondo (v.l.) sind vor allem erleichtert

Berlin.  Den obligatorischen Waldlauf der Stammspieler hat er mit gemacht. Auch das Spielersatztraining der Reservisten am Tag nach der Partie und die Stabilisierungseinheit. Felix Kroos schien nicht ausgelastet zu sein. Nachvollziehbar nach dem Heimspielauftakt des 1. FC Union gegen Holstein Kiel, das am Freitagabend zwar 4:3 gewonnen wurde, aber keineswegs völlig zufriedenstellte. Erst recht nicht den Kapitän des Fußball-Zweitligisten, der schon nach 60 Minuten vom Platz musste. "Ich hatte zu wenig Spaß gestern am Ball", sagte Kroos.

Den dürften die wenigstens in der Alten Försterei gehabt haben, die nach der alten Fußballregel gehen, dass die Defensive Meisterschaften gewinnt. Die drei Gegentore gegen den Aufsteiger lassen sich nur schwer erklären. "Die Abstände waren zu groß, deshalb sind wir auch in den Zweikämpfen immer einen Schritt zu spät gekommen. Irgendwann bekam die Partie eine Eigendynamik, vorn wie hinten", sagte Kroos.

Zu große Abstände verwundern schon bei einer Mannschaft, die in jeder Vorbereitungseinheit von Co-Trainer Henrik Pedersen immer wieder eingebläut bekommt: Ihr müsst auf die Abstände achten. Erst recht in einem System, das auf Gegenpressing beruht und dementsprechend die Räume eng und natürlich personell besetzt haben muss.

Zurückgewichen, statt dem Gegner zuzusetzen

Doch anstatt dem Gegner nach eigenem Ballverlust gleich wieder zuzusetzen, wichen die Köpenicker eher zurück und öffneten so das Feld für die schnellen Kieler Konter. "Wir hatten schon eine Idee, die ...

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