DEB-Silber bei Olympia: "Jedes Superlativ ist berechtigt"

DEB-Silber bei Olympia: "Jedes Superlativ ist berechtigt"

Der größte Erfolg der deutschen Eishockey-Geschichte hat durchweg enorme Begeisterung hervorgerufen. Für Deutschlands Jahrhundertspieler Erich Kühnhackl ist das Olympia-Silber der Nationalmannschaft von Bundestrainer Marco Sturm gar nicht hoch genug einzuschätzen. "Jedes Superlativ kann man hernehmen, es ist berechtigt. Unglaublich", sagte Kühnhackl dem SID wenige Stunden nach dem dramatischen 3:4 in der Verlängerung im Finale um Gold gegen Rekordweltmeister Russland.
Auch aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kamen Glückwünsche an das Sensationsteam. "Die Jungs haben mit Kampf und Leidenschaft eine wahre Eishockey-Begeisterung ausgelöst und einen einmaligen Moment geschaffen", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dem SID: "Das war eine unglaubliche Energieleistung des gesamten Teams, zu dem natürlich auch der Stab um Marco Sturm gehört."
"Das ist der größte Erfolg der Geschichte, das muss man so einstufen. Es ist perfekt gelaufen, herausragend", sagte der Trainer der Kölner Haie, Peter Draisaitl, der bei Olympia 1992 im Viertelfinal-Drama gegen Kanada Bekanntheit erlangte, als der Puck bei seinem entscheidenden Penalty genau auf der Torlinie liegenblieb.
Kühnhackl, der zum Bronzeteam von 1976 in Innsbruck gehörte, musste das nervenaufreibende Endspiel erstmal bei einem ruhigen Spaziergang verarbeiten. "Ich muss mich erstmal sammeln, das hat mich mitgenommen. Ich bin vor Nervosität hin und hergelaufen", sagte er. Über die geweckte Begeisterung freut sich der 67-Jährige riesig: "Wir hatten im Eishockey immer in vielen Dingen Nachholbedarf. Ich finde es einfach toll, dass es positive Dinge gibt, über die man redet."