Debatte um Schmidt-Brief: AfD-Wähler ausgrenzen: Klaus Lederer findet das gut

MBerndt Schmidt (l.) beim Hissen der „Respect“-Flagge, die Respekt und Toleranz gegenüber allen legalen Sicht- und Lebensweisen ausdrücken soll

Dieser Brief sorgt nicht nur bei Mitarbeitern des Friedrichstadt-Palastes und Parteimitgliedern der AfD für heftige Reaktionen, sondern in der ganzen Stadt: Der Intendant des Friedrichstadt-Palasts, Berndt Schmidt, schrieb in einer Rundmail an die Mitarbeiter des europaweit bekannten Revuetheaters, dass er keine AfD-Wähler als Zuschauer haben wolle. Am Donnerstag reagierten Berliner Politiker und die Intendanten der großen Berliner Theater- und Opernhäuser überwiegend mit Kopfschütteln auf das Schreiben. Nur Kultursenator Klaus Lederer (Linke) äußerte sich vorbehaltlos positiv.

"Wir werden uns künftig noch deutlicher als bisher von 20 oder 25 Prozent unserer potenziellen Kunden im Osten abgrenzen und von Hohlköpfen mit Migrationshintergrund selbstverständlich auch. Ich will all deren Geld nicht", hatte Schmidt in dem am Mittwoch bekannt gewordenen Rundbrief formuliert. Der Kultursenator kann darin nichts Verwerfliches sehen, obwohl das Theater in diesem Jahr allein mit 9,6 Millionen Euro Zuschüssen aus dem Landeshaushalt bedacht wurde und im kommenden Jahr sogar mit elf Millionen gefördert werden soll. "Der Intendant des Friedrichstadt-Palastes Berndt Schmidt hat eindeutig Stellung gegen den zunehmenden Rechtspopulismus bezogen, das finde ich absolut in Ordnung", sagte Lederer auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Zivilcourage in Kulturinstitutionen sei wichtig. "Welchen Weg ein Intendant dabei geht, kommentiere ich nicht", so der Senator.

Konstruktive Debatten statt Vorverurtei...

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