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"Deadpool 3" und mehr: So wird das Marvel-Jahr

Ryan Reynolds (l.) und Hugh Jackman in "Deadpool 3". (Bild: Disney/Marvel Studios)
Ryan Reynolds (l.) und Hugh Jackman in "Deadpool 3". (Bild: Disney/Marvel Studios)

Das große Marvel Cinematic Universe geriet 2023 ein wenig ins Straucheln. Nachdem die Qualität der Veröffentlichungen bereits in den vergangenen Jahren spürbar nachgelassen hatte, straften Zuschauerinnen und Zuschauer in den zurückliegenden zwölf Monaten gleich mehrere eigentlich zuvor als Blockbuster gehandelte Werke an den Kinokassen ab.

So konnte der dritte "Ant-Man"-Teil "Ant-Man and the Wasp: Quantumania" lediglich weltweit rund 464 Millionen US-Dollar einspielen - und wurde nicht zur erwarteten, üblichen Marvel-Goldgrube.

Oscarpreisträgerin Brie Larson (34) wollten dann Ende des Jahres noch weniger Comicfilm-Fans auf der großen Kinoleinwand erleben. "The Marvels" spielte die für einen MCU-Titel unterirdische Summe von ganz knapp unter 200 Millionen US-Dollar weltweit ein, und wurde so zum bislang umsatzschwächsten Marvel-Film aus der bisherigen Geschichte des MCU.

Auch an der Serienfront sah es nur bedingt besser aus. So erhielt etwa die vor dem Start mit Spannung erwartete Miniserie "Secret Invasion" mit Marvel-Urgestein Samuel L. Jackson (75) in der Hauptrolle auf der Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes nur eine Bewertung von 54 Prozent positiver Kritiken - auch das ist unterirdisch schlecht.

Der Darsteller des nächsten Avengers-Gegners wird gefeuert

Abgerundet wurde die Marvel-Misere im Dezember dann durch die Verurteilung des neuen MCU-Stars Jonathan Majors (34). Der vormalige Hollywood-Senkrechtstarter sollte in Phase fünf und sechs des Marvel Cinematic Universe - analog zu Thanos - den großen neuen Bösewicht Kang verkörpern. Doch in einem aufsehenerregenden Gerichtsprozess sprach ihn eine Jury im US-Bundesstaat New York der Belästigung und Körperverletzung schuldig. Im Februar soll das Strafmaß verkündet werden.

Die Marvel Studios feuerten Majors daraufhin. Aber wie geht es jetzt mit den Marvel-Filmen und Serien weiter? Wird die Rolle des Kang neu besetzt - oder gleich ein anderer großer Schurke wie Doctor Doom aus dem Hut gezaubert? Marvel-Boss Kevin Feige (50) dürfte in den kommenden Wochen und Monaten alle Hände voll zu tun haben - und Superhelden-Fans warten gespannt auf Ankündigungen und Neuigkeiten.

Kommende Marvel-Filme 2024

Verkompliziert wird diese diffizile Situation im Jahr 2024 für Feige, die Marvel Studios und den Mutterkonzern Disney durch den zurückliegenden Doppelstreik der Schauspieler und Drehbuchautoren in Hollywood. Da die Produktion neuer Filme und Serien für einen Großteil des Jahres in der Traumfabrik Hollywood zum Erliegen gekommen war, wird in den kommenden zwölf Monaten erstmals seit dem Jahr 2012 nur ein Marvel-Film in den Kinos erscheinen - das Corona-Jahr 2020 nicht mitgerechnet.

Ryan Reynolds kehrt im Juli als Deadpool zurück

Doch der einzige Marvel-Kinorelease des Jahres könnte es gleichsam in sich haben. Denn "Deadpool 3" bringt das von Ryan Reynolds (47) verkörperte Schandmaul Deadpool erstmals ins Marvel Cinematic Universe. Der Superhelden-Film von Regisseur Shawn Levy ("Stranger Things", 55) verspricht der erste richtig blutige der Marvel Studios zu werden - und soll in den USA ab 17 Jahren freigegeben sein.

In der noch unbetitelten Fortsetzung erhält Reynolds Unterstützung von Hugh Jackman (55), der erneut seine legendäre X-Men-Figur Logan/ Wolverine verkörpert. Jennifer Garner (51) ist daneben als Elektra mit von der Partie, während Morena Baccarin (spielt Vanessa, 44) und Brianna Hildebrand (Negasonic Teenage Warhead, 27) aus "Deadpool 1 und 2" zurückkehren. Was kann da schiefgehen?

Zur Geschichte des neuen Films liegen gegenwärtig noch keine genaueren Informationen vor, auch einen Trailer gibt es noch nicht. "Deadpool 3" soll am 24. Juli 2024 in den deutschen Kinos erscheinen.

Kommende Marvel-Serien 2024

Marvel-Boss Kevin Feige kündigte bereits Anfang 2023 an, dass Superhelden-Serien der Marvel Studios künftig in größeren Abständen als bisher auf dem Streaming-Service Disney+ erscheinen sollen. Was genau das für das Marvel-Serienjahr 2024 bedeutet, bleibt abzuwarten.

Mit "Echo" begann auf Disney+ ein härteres MCU

Gestartet ist das Marvel-Serienjahr bereits am 10. Januar mit der Superhelden-Serie "Echo", einem Spin-off von "Hawkeye" aus dem Jahr 2021. Der Ableger rund um die gehörlose Superheldin Maya Lopez (Alaqua Cox, 26) ist die bislang härteste MCU-Show. So war schon im Trailer ein Kopfschuss zu sehen. "Echo" ist also definitiv nichts für Kinder und jüngere Teenager.

Etwas ältere Marvel-Fans können sich in den bereits auf einen Schlag erschienenen fünf Episoden der Miniserie auf die Rückkehr von Charlie Cox (41) als Matt Murdock/Daredevil und Vincent D'Onofrio (64) als Kingpin freuen. In der Show von Marion Dayre kehrt Antiheldin Echo in ihre Heimatstadt im ländlichen Oklahoma zurück, wo sie einige Dinge aus ihrer Vergangenheit ins Reine bringen muss.

Erscheint "Agatha: Darkhold Diaries" zu Halloween?

Vermutlich im Herbst oder Winter 2024 startet dann mit "Agatha: Darkhold Diaries" das mit Spannung erwartete Spin-off zur Erfolgsproduktion "WandaVision", der ersten Marvel-Serie auf Disney+. Kathryn Hahn (50) verkörpert darin erneut Hexe Agatha Harkness. Zur Handlung gibt es noch nicht allzu viele Informationen. Die unter anderem aus der HBO-Serie "The White Lotus" bekannte Darstellerin Aubrey Plaza (39) ist in einer weiteren Rolle zu sehen. Auch sie spielt eine Hexe. Ein präzises Startdatum gibt es für "Agatha: Darkhold Diaries" noch nicht.

Der Start von "Daredevil: Born Again" verzögert sich

Momentan noch unklar ist, ob sich Marvel-Fans 2024 auch auf "Daredevil: Born Again" freuen dürfen, die MCU-Neuauflage der legendären Netflix-Show rund um den blinden Anwalt und Superhelden Matt Murdock/Daredevil (Cox). Ursprünglich wurde fest mit einem Start im Laufe des Jahres 2024 gerechnet.

Doch während des Hollywood-Streiks 2023 sichteten die Marvel-Verantwortlichen rund um Kevin Feige das bereits gedrehte Material, und entschieden, dass die MCU-Serie eine Neuausrichtung vonnöten hat. Die Chefautoren Chris Ord und Matt Corman wurden daraufhin ebenso entlassen wie eine Reihe an Regisseuren. "The Punisher"-Veteran Dario Scardapane (57) übernahm laut "Hollywood Reporter" das Showrunner-Zepter.

Aufgrund dieser Entwicklungen konnten die Dreharbeiten zu "Daredevil: Born Again" bislang noch nicht abgeschlossen werden, weshalb sich die Superhelden-Serie auch ins Jahr 2025 verschieben könnte. Dann aber können sich Marvel-Fans auf eine weitere blutige MCU-Show freuen. Denn "Daredevil: Born Again" soll der Netflix-Serie "Daredevil" im Härtegrad an nichts nachstehen.