De Klerks Friedensnobelpreis aus seinem Haus in Kapstadt gestohlen

Der Friedensnobelpreis des vor einem Jahr verstorbenen letzten weißen Präsidenten von Südafrika, Frederik Willem de Klerk, ist gestohlen worden. Die Medaille sei bei einem Einbruch in de Klerks Haus in Kapstadt im vergangenen April entwendet worden, sagte die Nachlass-Verwalterin seiner Stiftung, Brenda Steyn, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei sei eingeschaltet worden.

De Klerk war der letzte Präsident des rassistischen Apartheid-Systems in Südafrika. Anfang der 90er Jahre hatte er sich für die Abschaffung der Rassentrennung und die Freilassung seines späteren Nachfolgers Nelson Mandela aus dem Gefängnis eingesetzt. 1993 wurden de Klerk und Mandela gemeinsam mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, im Jahr darauf siegte Mandelas Afrikanischer Nationalkongress bei der ersten demokratischen Parlamentswahl und Mandela wurde Südafrikas erster schwarzer Präsident.

Im vergangenen November starb de Klerk im Alter von 85 Jahren an Krebs. Seine Witwe Elita Georgiades hat nach Angaben Steyns einen früheren Hausangestellten der Familie im Verdacht, hinter dem Diebstahl der aus recyceltem Gold bestehenden Nobel-Medaille zu stehen.

ans/oer