DBRS Morningstar - Aussichten für Länder-Ratings nach der COVID-19-Pandemie

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FRANKFURT am Main, November 01, 2021--(BUSINESS WIRE)--Regierungen und Währungsbehörden reagierten schnell auf die durch die Coronavirus-Krankheit bzw. COVID-19 verursachte Gesundheitskrise und stellten gewaltige Beträge an steuerlicher und finanzieller Unterstützung bereit. Jetzt, wo sich die Volkswirtschaften allmählich wieder öffnen, erwartet DBRS Morningstar diverse kreditbezogene Herausforderungen im Unternehmens- und Haushaltssektor - die potenziell zu einer merklichen Daten- und Marktvolatilität führen könnten. Letzten Endes sollte sich die Weltwirtschaft jedoch vollumfänglich von der Pandemie erholen. In diesem Umfeld werden haushaltspolitische Ausgleichsmaßnahmen auftreten, aber die Staatsverschuldung sollte in zahlreichen Fällen in diesem gesamten Jahrzehnt deutlich oberhalb des Niveaus vor der Krise liegen. Wir erwarten eine anhaltende Divergenz zwischen der wirtschaftlichen Situation in bestimmten Ländern, die einen starken Ruf für haushaltspolitische Umsicht genießen, und anderen bedeutenden Volkswirtschaften, die höheren öffentlichen Ausgaben voraussichtlich eine höhere Priorität einräumen werden.

In diesem Kommentar werden Faktoren untersucht, die die Aussichten für unsere Länder-Ratings beeinflussen könnten, die weiterhin gemischt sind. Einige Länder befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium der wirtschaftlichen Erholung und haben bereits mit der Bilanzsanierung begonnen. In diesen Fällen sollte sich ein Aufwärtsdruck bei den Ratings zeigen. In anderen Fällen haben politische Maßnahmen bestehende finanzpolitische Herausforderungen intensiviert, was letzten Endes einen Abwärtsdruck auf die Kredit-Ratings ausüben könnte. In weniger entwickelten Ländern könnte eine gemäßigtere politische Reaktion in Verbindung mit begrenztem Zugang zu Impfstoffen die wirtschaftliche Erholung verzögern. Länder mit einem Ungleichgewicht bei makroökonomischen oder steuerlichen Faktoren könnten ebenfalls einen zusätzlichen Abwärtsdruck auf ihre Ratings beobachten.

Zu den wichtigsten Punkten gehören:

1. Die globale Konjunkturerholung muss diverse Schwierigkeiten bewältigen, darunter anhaltende Angebots- und Nachfragestörungen aufgrund von COVID-19 und daraus entstehendem Preisdruck. Während eine anhaltende und hohe Inflation offensichtlich nachteilig wäre, könnte sich ein kurzfristiger Inflationsschub positiv auf die stärker verschuldeten fortschrittlichen Volkswirtschaften auswirken.

2. Ungünstige geopolitische Entwicklungen, veränderliche Energiepolitik oder Verschiebungen in der Einstellung zur Globalisierung könnten die Wachstums- und Inflationsaussichten verkomplizieren.

3. Eine hohe Schuldenlast wird in fortschrittlichen Ländern voraussichtlich weiterhin sehr erschwinglich bleiben, wenn teurere Schulden umfinanziert werden. In einigen Fällen werden jedoch vermutlich mittelfristige haushaltspolitische Anpassungen erforderlich sein.

„Die Qualität der öffentlichen Ausgaben ist von Bedeutung, und Haushaltsdefizite zur Finanzierung von Infrastrukturverbesserungen würden mittelfristig vermutlich erhebliche Vorteile mit sich bringen", kommentiert Nichola James, Co-Head of Sovereign Ratings bei DBRS Morningstar. „Dennoch wird in Ländern, die ihre Haushaltspolitik eher langsam anpassen, ein Druck auf die Ratings entstehen - möglicherweise aufgrund einer späteren Krise oder eines Konjunkturabschwungs oder auch aufgrund einer allmählicheren Abnahme der öffentlichen Finanzkraft."

„Die finanzielle Flexibilität hochentwickelter Volkswirtschaften hat diesen eine gewaltige finanzpolitische Reaktion ermöglicht, während die Schuldendienstkosten gesenkt wurden", ergänzte Thomas Torgerson, Co-Head of Sovereign Ratings bei DBRS Morningstar. „Dagegen war die finanzpolitische Reaktion in aufstrebenden Märkten eher begrenzt, und dennoch werden die dortigen Schuldendienstkosten in den nächsten Jahren voraussichtlich ansteigen", so Torgerson abschließend.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier: https://www.dbrsmorningstar.com/research/387057/outlook-for-sovereign-ratings-in-the-wake-of-covid-19

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Die englische Fassung dieser Pressemitteilung ist maßgeblich.

Originalversion auf businesswire.com ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20211101005481/de/

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