DBB-Star warnt vor Spanien: „Die sind immer irgendwie da“

Co-Kapitän Johannes Voigtmann hatte Weltmeister Spanien schon lange vor dem anstehenden EM-Halbfinale der deutschen Basketballer als Mitfavoriten auf dem Zettel.

„Sie wurden halt nie genannt. Aber sie sind trotzdem als Gruppenerster weitergekommen und relativ solide durch das Turnier gegangen. Ich wusste vor dem Turnier: Egal, wer bei Spanien spielt - die sind immer irgendwie da“, sagte der 29-Jährige am Donnerstag im Teamhotel. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse der Basketball-EM)

Dabei wies Voigtmann vor der Partie am Freitag (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) in Berlin auf die Besonderheiten im spanischen Spiel hin. „Spanien ist vielleicht ein bisschen eine andere Mannschaft als die Top-Teams, gegen die wir im Turnier gespielt haben“, sagte er und betonte, sie hätten „nie so den richtigen Superstar gehabt“.

Deutschland hatte im Viertelfinale Griechenland um den zweimaligen NBA-MVP Giannis Antetokounmpo (Milwaukee Bucks) besiegt. Auch Slowenien und Serbien mit ihren Stars Luka Doncic (Dallas Mavericks) und Nikola Jokic (Denver Nuggets) sind schon raus. (NEWS: Alles zur Basketball-EM)

“Wir hatten alles draufgesetzt, dass mindestens zwei von den Superstars im Halbfinale sind“; sagte Voigtmann: „Das Turnier ist ein bisschen verrückt. Da waren wir alle ein bisschen überrascht.“

Spanien hat eine „sehr gefährliche Mischung“

Spanien, Europameister 2009, 2011 und 2015, vollzog zuletzt einen Umbruch. Weltstars wie Marc und Pau Gasol verabschiedeten sich aus dem Nationalteam, von der goldenen Generation ist nur noch der 37 Jahre alte Rudy Fernandez übrig. Die aktuelle Mannschaft wird vor allem von den NBA-Profis Willy (New Orleans Pelicans) und Juancho Hernangomez (Utah Jazz) getragen. (SERVICE: Alle Spiele der Basketball-EM im SPORT1-Liveticker)

"Die haben halt auch so eine Selbstverständlichkeit", sagte Voigtmann: "Die haben sie durch Rudy Fernandez und die Hernangomez-Brüder aus der alten so ein bisschen in die neue Generation mit rübergenommen. Das ist eine sehr gefährliche Mischung." Der "Big Man", der künftig beim italienischen Spitzenklub Olimpia Mailand spielen wird, fügte an, es werde darauf ankommen, "die gleiche Energie auf das Feld zu bringen wie gegen Griechenland."

Die Deutschen spielen in Berlin um ihre dritte EM-Medaille nach Gold 1993 und Silber 2005. Das große Finale steigt am Sonntag (20.30 Uhr), der Gegner wäre entweder Frankreich oder Polen.