DB-Regio-Chef: Jobticket sollte selbstverständlich sein

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FRANKFURT (dpa-AFX) - DB-Regio-Chef Jörg Sandvoß hofft auf neue Impulse für Jobtickets bei den am Mittwoch begonnenen Verhandlungen von SPD, Grünen und FDP über ein künftiges Regierungsbündnis. "Mit Blick auf die Klima- und Mobilitätswende, die nach Corona als Hauptaufgabe bleibt, empfehlen wir auch ..., das Jobticket noch stärker zu fördern", sagte er am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines dreitägigen ÖPNV-Branchentreffens in Frankfurt am Main. "Jobtickets müssten zum Arbeitsvertrag gehören wie eine Krankenversicherung." Die DB Regio AG ist für den Personennahverkehr der Deutschen Bahn AG in Deutschland zuständig.

In Hessen etwa hätten viele Landesbedienstete schon ein Landesticket, zudem gebe es Landestickets für Schüler und Rentner - da sei die "Hemmschwelle" zur Nutzung des ÖPNV dann viel geringer. "Selbst wenn das Ticket nur fünfmal im Monat genutzt wird, rechnet es sich, und es zieht die Leute von der Straße auf die Schiene", sagte Sandvoß.

Ein Jobticket lasse sich, da nicht alle mit dem Zug fahren, "viel günstiger anbieten, wenn das eine ganze Firma ihren Mitarbeitenden zur Verfügung stellt", betonte Sandvoß. Manche Familie, die bisher zwei Autos genutzt habe, verzichte dann womöglich auf ein Fahrzeug. Voraussetzung sei dabei ein attraktives ÖPNV-Angebot. "Deshalb investieren wir bei DB Regio ungebremst weiter, vor allem in neue Züge. Aber mit einem Jobticket für alle könnte die neue Bundesregierung zusätzlich schnell etwas machen für den Klimaschutz - das ließe sich zum Januar umsetzen und hätte eine große Wirkung."

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