Dax schließt nach Fed-Entscheid so hoch wie noch nie zuvor

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Ausschnitt aus Dax-Schaubild (AFP/Daniel ROLAND)

Beflügelt von der Fed-Entscheidung zum Zurückfahren ihrer Anleihekäufe hat der Deutsche Aktienindex (Dax) ein neues Allzeithoch erreicht. Das Börsenbarometer kletterte am Donnerstag zeitweilig auf 16.064,79 Punkte und schloss mit 16.029.65 Zählern erstmals oberhalb der 16.000-Punkte-Marke. Auch an den meisten anderen Handelsplätzen ging es aufwärts.

Grund war nach Angaben von Analysten die Entscheidung der US-Notenbank Fed vom Vorabend, die Anleihekäufe zwar zurückzufahren - dies aber in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung. Der Dax hatte seinen bisherigen Rekord Mitte August mit 16.030 Punkten erreicht.

Auch an anderen Börsenplätzen in Europa stiegen die Kurse. In Frankreich erreichte der Index CAC 40 kurz nach Handelsbeginn 6993,01 Punkte - höher stand das Börsenbarometer zuletzt vor 21 Jahren. In Japan hatte die Börsen zuvor 0,93 Prozent im Plus geschlossen, in Hongkong und Shanghai ging es bis Handelsschluss jeweils um 0,8 Prozent aufwärts.

Die Fed hatte am Mittwoch angekündigt, die Anleihekäufe im Umfang von derzeit 120 Milliarden Dollar pro Monat würden monatlich um 15 Milliarden gesenkt. Das Tempo könne aber in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklungen angepasst werden. Die Leitzinsen sollen erst dann angehoben werden, wenn es am US-Arbeitsmarkt wieder eine "maximale Beschäftigung" gibt. Bei niedrigen Zinsen lohnt sich die Geldanlage in Wertpapiere an der Börse eher.

Auch an der Börse in London wurden am Donnerstag Kursgewinne verzeichnet. Das britische Pfund gab gegenüber dem Dollar und dem Euro allerdings nach, nachdem die Bank of England bei ihrem Zinsentscheid am frühen Nachmittag den Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 0,1 Prozent belassen hatte. Auch das Anleihekaufprogramm der britischen Zentralbank zur Unterstützung der Wirtschaft bleibt vorerst unangetastet. Analysten hatten eine leichte Zinserhöhung erwartet.

Die britische Zentralbank betonte, eine Zinserhöhung sei wahrscheinlich "in den kommenden Monaten nötig", um die Inflationsrate dauerhaft in Richtung des Inflationsziels von zwei Prozent zu drücken. Die Bank of England erwartet einen Anstieg der Teuerung auf bis zu 5,0 Prozent im April. Danach soll die Inflationsrate wieder sinken.

jm/mt

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