DAX am Scheideweg - Pulverfass Wall Street

Thomas Bergmann
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DAX am Scheideweg - Pulverfass Wall Street

Nach der schwachen Vorwoche mit einem Minus von 1,5 Prozent stehen die Ampeln für den heutigen Handelstag auf Grün. Im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag notiert der DAX 190 Punkte oder 1,5 Prozent höher. Grund: Die lang erwartete US-Steuerreform wurde am Freitagabend mit knapper Mehrheit vom Senat abgesegnet. Für die Anleger ist es ein frühes Weihnachtsgeschenk, das die Fortsetzung der Rally bis zum Jahresende ermöglichen könnte. Ein Risiko ist allerdings Trumps Russland-Affäre. 

Schub für Konjunktur

Die Steuerreform wird der schon angeheizten US-Konjunktur zusätzlichen Schub geben. Dies dürfte auf der anderen Seite zu einem schnelleren Tempo bei den Zinserhöhungen führen. Noch muss man sich diesbezüglich nicht all zu viele Sorgen, denn aufgrund der relativ schwachen Inflationsrate dürfte die Fed zumindest kurzfristig zurückhaltend agieren.

Für Unsicherheit könnten die Ermittlungen gegen Trumps ehemaligen Sicherheitsberater Michael Flynn sorgen. Er bekannte sich am Freitag schuldig, das FBI über seine Kontakte mit dem russischen Botschafter belogen zu haben

Um den Schwung aus Amerika mitzunehmen, sollte der DAX nicht wieder unter die Marke von 13.000 Punkten fallen. Gelingt dies, wäre das nächste Ziel ist die Marke von 13.200 Punkten. Schafft es der DAX über diese Hürde, ist auch ein neues Rekordhoch noch vor dem Jahresende durchaus möglich.

DER AKTIONÄR beobachtet die Situation weiterhin von der Seitenlinie und wartet ein neues Einstiegssignal ab. Mehr dazu auch in der Sendung "DAX-Check" bei DER AKTIONÄR TV, täglich live ab 9:30 Uhr im Livestream oder bei Facebook.