DAX: Lethargie als Vorbote eines Crashs?

Thomas Bergmann
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Nach Rekordwoche: Macht der DAX weiter so?

Wüsste man es nicht besser, könnte man kaum glauben, dass am Wochenende in Deutschland eine Bundestagswahl stattgefunden hat. Der deutsche Aktienmarkt befindet sich weiter in einer lust- und orientierungslosen Seitwärtsphase, die manchem Trader den Nerv rauben dürfte. Auf die Stimmung drücken zudem die ständigen Provokationen Nordkoreas in Richtung USA, deren Präsident wiederum nicht müde wird, mit "totaler Vernichtung" zu drohen.

Sollte es tatsächlich zu einem Krieg zwischen Nordkorea und den USA kommen, wäre an den Börsen mit einem starken Rücksetzer zu rechnen. In diesem Szenario dürften dann auch die wichtigen Unterstützungen bei 12.000 und 12.150 Punkten (200-Tage-Linie) nicht halten. Allerdings ist es schwer vorstellbar, dass es Kim Jong-un so weit kommen lässt, denn er wird wissen, dass er gegen die Supermacht USA keine Chance hat. Dies dürfte auch der Grund sein, warum der Markt nicht schwächer tendiert.

Warten auf Berichtssaison

So droht nicht nur bei den Koalitionsverhandlungen im Bundestag eine Hängepartie, sondern auch beim Kampf zwischen Aktienbullen und -bären. Die Hoffnung liegt jetzt auf der nächsten Berichtssaison, die Anfang Oktober in den USA beginnt. Die Erwartungen sind aber auch hier sehr hoch, sodass sich die Firmen mächtig ins Zeug legen müssen, um die Rekordfahrt an der Wall Street zu unterfüttern.

Technisch betrachtet stehen trotz der jüngsten Lethargie die Ampeln beim DAX weiterhin auf Grün. Welche Marken entscheidend sind und wie man sich zurzeit positionieren soll, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des "DAX-Check" bei DER AKTIONÄR TV.

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