Dax-Anleger machen Kasse

Frankfurt/Main (dpa) - Rezessionssorgen in den USA haben am Donnerstag Gewinnmitnahmen auf dem deutschen Aktienmarkt ausgelöst. Der Leitindex Dax schloss 1,72 Prozent tiefer mit 14.920,36 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 2,5 Prozent auf 28.100,07 Punkte abwärts.

Die Daten zur Industrieproduktion und den Einzelhandelsumsätzen in den USA vom Vortag hätten die Sorgen vor einer Schrumpfung der weltgrößten Volkswirtschaft zurückgebracht, schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Da sich auch der Anstieg der Erzeugerpreise im Dezember überraschend stark abgeschwächt habe, dürfte sich die US-Notenbank Fed zwar darin bestätigt sehen, das Tempo ihrer Zinserhöhungen Anfang Februar zu verringern, «aber eben nicht ihre geldpolitische Straffung auszusetzen, da der Arbeitsmarkt eng bleibt».

Die Aktien des Autozulieferers Continental litten weiter unter den am Dienstagabend veröffentlichten Gewinnmargen. Nach Verlusten von rund 3 Prozent am Mittwoch ging es nun um mehr als 5 Prozent.

Papiere von Beiersdorf stiegen um 0,6 Prozent und profitierten damit von einem zuversichtlichen Analystenkommentar. Das neue Führungsteam, eine verbesserte operative Aufstellung und die Investitionsambitionen untermauerten sein Vertrauen in den Konsumgüterkonzern, schrieb der Experte Fulvio Cazzol von der Privatbank Berenberg.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 1,92 Prozent auf 4094,28 Punkte ein. Der französische Leitindex Cac 40 geriet ähnlich stark unter Druck, während der britische FTSE 100 nur um rund ein Prozent nachgab. In New York fiel der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um knapp ein Prozent.

Der Kurs des Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0815 Dollar fest. Auf dem Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 2,09 Prozent am Vortag auf 2,03 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,36 Prozent auf 127,62 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,41 Prozent auf 139,63 Punkte.