DAX: Ganz einfach zu mehr Geld

Andreas Deutsch
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DWS weiter im Abwärtssog

Knapp jeder zweite Rentner muss in Deutschland mit weniger als 800 Euro Rente auskommen. Dabei wäre es in den vergangenen Jahren wirklich nicht schwierig gewesen, sich ein kleines Vermögen aufzubauen.

Ende 2016 haben rund 8,6 Millionen Menschen (48 Prozent) eine Altersrente erhalten, die unter 800 Euro lag. Etwa 11,3 Millionen (62 Prozent) Rentner bekamen weniger als 1.000 Euro. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor.

Ernüchternde Zahlen. Doch angesichts dieser Entwicklung stellt sich die Frage, warum die Deutschen immer noch Aktien meiden wie der Teufel das Weihwasser. Nur vier Prozent der Bundesbürger planen, in den nächsten drei bis vier Monaten in deutsche Aktien oder Fonds zu investieren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Fidelity International.

„Wirtschaftsdaten und politische Ereignisse beeinflussen die Märkte in der Regel nur auf kurze Sicht“, sagt Andreas Telschow, Anlageexperte bei Fidelity. „Langfristig orientierte Anleger sollten sich von diesen Störfeuern nicht beirren lassen, Schwankungen sind ein normaler Bestandteil der Märkte.“

Wie sehr es sich lohnt, dranzubleiben, zeigt dieses Beispiel: Wer seit der Gründung des DAX vor 30 Jahren jeden Monat nur 50 Euro in den DAX eingezahlt hätte, könnte sich laut Angaben des BVI heute über einen Betrag von 65.000 Euro freuen – und hätte nur 18.000 Euro eingezahlt.