Der DAX ... ein einziges Trauerspiel

Thomas Bergmann
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Feiertag in den USA - DAX macht langsam

Als Anleger in Deutschland braucht man gute Nerven oder einfach gute Einzelaktien. Wer auf den DAX setzt, ist wohl tierisch genervt ob der Kursentwicklung in den letzten Wochen. Der Dow Jones nimmt jede Woche einen neuen Tausender, im Nachbarland Österreich geht es auch dynamisch nach oben - trotz Euro.

Immerhin kann sich der DAX oberhalb der wichtigen Unterstützung von 13.200 Punkten halten. Dies ist aber nur ein schwacher Trost, wenn man die Kurse an anderen Märkten derart steigen sieht. Doch was passiert, wenn Dow und Co einmal etwas konsolidieren? Kann sich der DAX dann abkoppeln und relative Stärke beweisen?

Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Eigentlich müsste der DAX deutlich höher stehen, wenn man die Bewertungen dies- und jenseits des Atlantiks vergleicht. Sollte der Euro aber weiter steigen, werden die Analysten die Schätzungen korrigieren müssen, was wiederum zu einem höheren KGV führen wird.

Geduld, Geduld!

So bleibt DAX-Anlegern derzeit nichts anderes übrig, als geduldig zu sein. Sollte der DAX unter 13.150 fallen, muss man wohl ein Short-Engagement in Betracht ziehen. Eventuell schwappt aber auch die Euphorie von der Wall Strret irgendwann über und der DAX überwindet das jüngste Hoch bei 13.425 Punkten. Dann wäre die schlechte Stimmung schnell vergessen.