DAX: "Wir brauchen Eier!"

Thomas Bergmann
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Grüne Vorzeichen in New York und Tokio: Kann der DAX die Katastrophe noch einmal verhindern?

Nach dem Schock vom Vortag muss der DAX sich heute erst einmal finden. Zeitweise notierte er schon bei 12.370 Punkten und damit im extrem kritischen Bereich, mittlerweile hat sich das Aktienbarometer aber wieder etwas erholt. Neben den generellen Problemen wie Euro-Stärke und Zinsangst kommt eine Bayer-Gewinnwarnung erschwerend hinzu. Das DAX-Schwergewicht verliert rund 40 Indexpunkte und verhindert somit eine festere Erholung.

Bis hier hin und nicht weiter!

In diesen Stunden entscheidet sich, ob der DAX die Kraft hat, den Widrigkeiten entgegenzuwirken oder ob sich die Anleger auf eine längere Korrektur während den Sommermonaten einstellen müssen. Wie die ersten Handelsminuten gezeigt haben, sind die Unterstützungen bei 12.375 und 12.391 Punkten - die alten Verlaufshochs - durchaus tragfähig.

Für einen positiven Verlauf wäre wichtig, wenn der DAX in den seit Februar gültigen Aufwärtstrend zurückkehren könnte. Diese Trendlinie verläuft heute bei 12.421 Zählern, die tägliche Steigung liegt bei etwa zehn Zählern. Sollte der DAX allerdings den angesprochenen Unterstützungsbereich nach unten durchbrechen, ist mit einer stärkeren Korrektur zu rechnen (DER AKTIONÄR berichtete).

Nur für die Hartgesottenen

Der DAX-Turbo mit der WKN DGS5PE ist während des gestrigen Abverkaufs bei 6,30 Euro ausgestoppt worden. Ein Neueinstieg ist zurzeit schwierig, da die Risikofaktoren zuletzt stark zugenommen haben. Wer es aber wie Oliver Kahn hält und "Eier hat", kann mit einer Mini-Position auf eine kurzfristige Erholung spekulieren. Der Stopp sollte aber eng bei 12.350 Zählern platziert werden. Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe des "DAX-Check" bei DER AKTIONÄR TV.