David Solomon wird alleiniger Präsident von Goldman Sachs


David Solomon wird alleiniger Präsident von Goldman Sachs. Harvey Schwartz werde sich im April als Präsident zurückziehen, teilte die US-Investmentbank am Montag mit. Die Entscheidung gilt als wegweisend für die Zukunft von Goldman Sachs.

Solomon könnte auf CEO Lloyd Blankfein folgen. Am Freitag hatte das „Wall Street Journal“ berichtet, Blankfein bereite nach zwölf Jahren an der Spitze der Bank seinen Rückzug vor.

Blankfein ist für zahlreiche Bewunderer wie Kritiker gleichermaßen das Gesicht der Wall Street. Unter dem 63-Jährigen festigte Goldman Sachs den Ruf als Gelddruckmaschine, wobei die Geschäfte zuletzt schleppender liefen.

In der Finanzkrise musste sich Blankfein den Vorwurf gefallen lassen, Goldman Sachs habe Kunden über den Tisch gezogen. Sein flapsig daher gesagter Spruch, er sei nur ein Banker, der Gottes Werk verrichte, zeigt bis heute in den Augen vieler Beobachter die Überheblichkeit der Geldelite.

Ob Blankfein gegen Jahresende oder Anfang kommenden Jahres wirklich geht, steht laut dem „Wall Street Journal“ aber noch nicht fest. Er habe das selbst in der Hand, schrieb die Zeitung. Der Zeitpunkt wäre ein besonderer: Im Jahr 2019 feiert Goldman Sachs das 150-jährige Bestehen.