Datenschutz-Grundverordnung stellt viele Startups vor Probleme

Mann im Büro

Drei Wochen vor Inkrafttreten der neuen Datenschutzregeln in der EU sind die meisten Startups in Deutschland von der Umsetzung noch weit entfernt. Nur jedes elfte von rund 300 IT- und Internetstartups hat sie bereits abgeschlossen, wie eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Digitalverbandes Bitkom ergab. 41 Prozent der Startups haben gerade erste Maßnahmen der Datenschutzgrundverordnung begonnen oder umgesetzt. Elf Prozent haben von der Verordnung gehört, aber noch nichts unternommen, drei Prozent wissen gar nichts davon.

Ab 25. Mai 2018 droht Unternehmen, die die Vorgaben der Verordnung nicht einhalten, ein Bußgeld in Höhe von bis zu vier Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes. Viele Unternehmen müssen dazu laut Bitkom erst einmal ein Verarbeitungsverzeichnis für Personendaten erstellen, das sie eigentlich schon nach alter Rechtslage hätten haben müssen. Auch müssten sie zusätzliche Informationspflichten gegenüber Kunden berücksichtigen. Auch viele mittelständische und große Unternehmen haben dem Verband zufolge Schwierigkeiten mit der Umsetzung.

Viele Startups "werden es nicht schaffen, die Vorgaben bis zum Stichtag vollständig zu erfüllen, auch weil in den jungen Unternehmen häufig nur wenige Mitarbeiter und geringe Ressourcen zur Verfügung stehen", erklärte Bitkom-Präsident Achim Berg. Er appellierte an die Behörden, mit Augenmaß vorzugehen, "damit auch mit dem neuen Datenschutz innovative Geschäftsmodelle möglich sind und Gründern das Leben hierzulande nicht unnötig erschwert wird".