„Das wäre eine Chance für arabische Frauen gewesen“: Kritik an Disney wegen „Aladdin“-Besetzung

Naomi Scott übernimmt in der neuen Disney-Verfilmung von „Aladdin“ die Rolle der Prinzessin Jasmin. (Bild: Chris Pizzello/Invision/AP)

Weil Disney für die Neuverfilmung des Klassikers „Aladdin“ die Rolle der Prinzessin Jasmin mit einer britisch-indischen statt einer arabischen Schauspielerin besetzte, steht der Medienkonzern im Kreuzfeuer der Kritik.

Am Wochenende ließ Disney Details zur Neuverfilmung des Klassikers „Aladdin“ verlauten. Für die Rolle der Prinzessin Jasmin entschied sich das Studio für Naomi Scott – eine britische Schauspielerin mit indischen Wurzeln, die kürzlich in „Transformers 5: The Last Knight“ zu sehen war. Diese Auswahl stieß im Internet auf Empörung.
Ursprünglich sei die Geschichte Aladdins eine Mischung aus diversen nahöstlichen sowie indischen Geschichten. Angesiedelt sei sie in Zentralasien, argumentiert „Daily Mail“. Die fiktive Stadt „Agrabah“ verorten aber viele Zuschauer im Nahen Osten. Daher wäre es in den Augen vieler Twitter-User konsequent gewesen, eine Schauspielerin mit arabischen Wurzeln für die Rolle der Jasmin zu finden.

Ein Nutzer des Kurznachrichtendiensts stellte ein Bild Scotts einem Bild der Zeichentrick-Jasmin aus „Aladdin“ entgegen. „Das ist Naomi Scott. Sie ist indisch und weiß. Das ist Jasmin, sie ist aus dem Mittleren Osten. Und nicht weiß“, heißt es in der Caption.

„Naomi Scott ist eine gute Schauspielerin und sie wird eine gute Prinzessin Jasmin sein, aber das hätte die Chance einer jungen arabischen Schauspielerin sein sollen“, argumentierte eine Twitter-Userin.

„Ich liebe Naomi Scott, aber ich mag die Idee ‚Menschen mit dunkler Hautfarbe sind austauschbar’, an die Hollywood glaubt, nicht, also ist es ein ‚Nein’ von meiner Seite“, kritisierte ein anderer Nutzer des Kurznachrichtendienstes die Entscheidung Disneys.

Ähnlich sah das eine andere Kritikerin: „Nichts gegen Naomi Scott, aber jemand mit indischen Wurzeln sollte keine arabische Schauspielerin für eine arabische Rolle ersetzen. Aber das ist kein neues Problem.“

„Die Leute haben ein Recht, wegen der Besetzung von Naomi Scott sauer zu sein. Sie sind sauer, dass ihnen die Repräsentation einfach weggenommen wurde, und sie haben recht damit“, so eine weitere Twitter-Userin.

Es gab aber auch Stimmen, die mit der Kritik wenig anfangen konnten. So argumentierte eine Person damit, dass auch andere Rollen – wie die des Flaschengeists „Genie“, gespielt von Will Smith – nicht realistisch sind: „Ihr beschwert euch alle, dass Naomi Scott nicht die passend braune Hautfarbe hat, um Prinzessin Jasmin in „Aladdin“ zu spielen – Will Smith ist auch nicht blau“, so ihr Posting.

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So tickt Naomi Scott:

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