Das hilft bei Heuschnupfen

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)

Endlich Frühling! Das freut die meisten Menschen. Für Pollenallergiker beginnt jedoch die Leidenszeit. Bereits im Januar lagen in diesem Jahr die ersten Reizstoffe in der Luft. Medikamente können bei Heuschnupfen Abhilfe schaffen. Stiftung Warentest hat rezeptfreie Mittel von Experten bewerten lassen und stellt die 52 besten und preiswertesten vor.

Der Frühling ist in vollem Gange, die Sonne lacht vom Himmel. Darüber kann sich nicht jeder uneingeschränkt freuen. Denn für viele Pollenallergiker beginnt damit der saisonale allergische Schnupfen. Rote, tränende Augen, kratzender Hals und ständiges Niesen können dann zur Qual werden.

Bei etwa 15 Prozent der Deutschen reagiert das Immunsystem laut Robert-Koch-Institut auf die eigentlich harmlosen Blütenpollen mit diesen unangenehmen Abwehrattacken.

Linderung verschaffen zum einen Vorsorgemaßnahmen, wie Schutzgitter an den Fenstern, Nasenduschen, Haare waschen am Abend und häufiges Saugen sowie Wischen der Wohnung.

Zum anderen können sich Heuschnupfengeplagte mit Medikamenten helfen. Die gibt es reichlich am Markt und die meisten sind rezeptfrei. Stiftung Warentest hat sie von Arzneimittelexperten untersuchen lassen und viele wurden als geeignet bewertet. Zugrunde gelegt haben die Verbraucherschützer für die Bewertung unter anderem, dass die Wirksamkeit der Mittel durch Studien belegt ist und deren Nutzen die Risiken übersteigt.

Tropfen, Sprays, Tabletten

Für entspannte Augen empfehlen die Experten Mittel ohne Konservierungsstoffe, da sie die Hornhaut schädigen können. Als vorbeugendes Mittel etwa die Tropfen Cromo Stulln UD. 20 Einzeldosispipetten sind in dieser Kategorie mit 5,71 Euro am günstigsten. Zur akuten Behandlung von tränenden Augen ist Azela-Vision sine das preiswerteste Medikament ohne Konservierungsstoffe. Zehn Einzelpipetten kosten 5,78 Euro.

Lieber ohne Konservierungsstoffe, gilt auch bei den Nasensprays, da die Haltbarmacher die Nasenschleimhaut schädigen können. Als vorbeugendes Mittel tut sich preislich in dieser Sparte Crom Ophtal hervor. 15 Milliliter werden zum Preis von 6,37 Euro verkauft. Bei den Nasensprays zur akuten Behandlung liegen laut Tabelle zwei Mittel mit 8,43 Euro pro fünf Milliliter preislich gleichauf: Allergodil akut und Vividrin akut.

Wem Tropfen und Sprays nicht ausreichen, der kann sich mit Mitteln helfen, die eingenommen werden und so im ganzen Körper wirken. Stiftung Warentest listet als geeignet Medikamente auf, die die Wirkstoffe Cetirizin und Loratadin enthalten. Sie seien besser geeignet als ältere Antihistaminika, da sie kaum müde machen. Die Mittel sind als Tabletten, Saft und Sirup erhältlich.

Besonders bei den Tabletten zeigen sich große Preisunterschiede. Wer sich etwa für den Wirkstoff Loratadin entscheidet, bekommt 20 Tabletten vom Hersteller ADGC für 2,70 Euro. Die teuersten – wirkstoffgleichen – Tabletten von Heumann kosten mit 6,62 Euro weit mehr als doppelt so viel.

Ähnlich sieht es bei Tabletten mit dem Wirkstoff Cetirizin aus: Mit 2,96 Euro für 20 Tabletten führt ADGC die Tabelle von Stiftung Warentest an. 20 Stück Cetirizin beta kosten dagegen 4,97 Euro.

Sollten Vorsorgemaßnahmen und rezeptfreie Mittel keine Linderung verschaffen, bleibt nur der Gang zum Arzt. Rezeptpflichtige Mittel seien dann denkbar. Eventuell auch eine Hyposensibilisierung, bei der dem Körper gezielt Allergene zugeführt werden, um das Immunsystem wieder daran zu gewöhnen. Nach Meinung des Expertenteams sei die aber nur als letzte Stufe empfehlenswert, wenn besser bewertete Mittel nicht ausreichen.

Den vollständigen Bericht von Stiftung Warentest zum Thema „Heuschnupfen“ finden Sie hier (kostenpflichtig).

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