Das hätte wohl niemand gedacht: Die ärmste Stadt Deutschlands liegt im Westen

Mit 16.274 Euro steht den Einwohnern von Gelsenkirchen das geringste Einkommen zur Verfügung. (Bild: ddp)

Hohe Einkommen im Westen, niedrige im Osten: Dass diese Rechnung nicht mehr ganz aufgeht, zeigen neue Daten der Statistischen Ämter. Demnach liegt die ärmste Stadt Deutschlands tief im Westen.

Gelsenkirchen ist die Stadt mit dem geringsten verfügbaren Einkommen in ganz Deutschland. Das geht aus den neu veröffentlichten Daten aus dem Jahr 2015 der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hervor. Demnach stehen den Einwohnern der Industriestadt in Nordrhein-Westfalen nach Abzug von Steuern und Abgaben lediglich 16.274 Euro im Jahr zur Verfügung – nur drei Viertel des deutschlandweiten Durchschnittswerts von rund 21.600 Euro.

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Mehr als doppelt so viel als die Gelsenkirchener haben die Einwohner der reichsten Kommune Deutschlands im Schnitt zur Verfügung. Jährlich 35.663 Euro bleiben den Einwohnern in Heilbronn nach Abzug aller Abgaben und Steuern. Damit ist die Stadt nördlich von Stuttgart nicht nur die einkommensstärkste in Baden-Württemberg, sondern in der ganzen Nation.

Ausschließlich Städte im Süden Deutschlands füllen die Top-5 der einkommensstärksten Regionen: Nach Heilbronn folgen Starnberg (Bayern, 34.890 Euro), Hochtaunuskreis (Hessen, 31.003 Euro), München (Bayern, 30.407 Euro) und Baden-Baden (Baden-Württemberg, 29.928 Euro).

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Was die einkommensschwächsten Städte angeht, folgen nach Gelsenkirchen Vorp.-Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern, 16.719 Euro), Duisburg (Nordrhein-Westfalen, 16.826 Euro), Frankfurt/Oder (Brandenburg, 16.876 Euro) und Halle/Saale (Sachsen-Anhalt, 16.921 Euro).