Darum verriet Ellen Pompeo ihr "Grey's Anatomy"-Gehalt

Bereits im Januar schaltete sich Ellen Pompeo in die Debatte um die Gender Pay Gap in Hollywood ein. Damals verriet der “Grey’s Anatomy”-Star im Gespräch mit “The Hollywood Reporter” was auf ihrem Gehaltszettel steht. Und das ist nicht gerade wenig. Jetzt hat sie erklärt, warum sie ihre Finanzen offenlegte.

Ellen Pompeo spricht offen über “Grey’s Anantomy”-Gehalt. (Bild-Copyright: INTERTOPICS/ddp images)

Aus der Ärzteserie “Grey’s Anatomy” ist Ellen Pompeo nicht mehr wegzudenken. Seit 2005 agiert sie darin als Meredith Grey – mit durchschlagendem Erfolg. Die Verträge für die 15. und 16. Staffel sind bereits unterschrieben und dabei sicherte sich die Aktrice ein Gehalt von 575.000 Dollar pro Folge. Das ist eine Gage von über 20 Millionen US-Dollar im Jahr. Am Donnerstag war sie bei “Jimmy Kimmel Live!” zu Gast und erklärte dem Late-Night-Host, warum sie so offen über ihr Gehalt spricht.

Laut Ellen Pompeo herrscht aktuell ein Klima der Schuldzuweisungen, während nur wenige Leute ihre eigenen Fehler anerkennen. “Weißt du, als Frauen geht es nicht nur darum, was uns angetan wird oder was uns nicht gegeben wird. Es geht darum, wonach wir nicht fragen.” Demnach reiche es nicht aus, nur mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu beklagen, dass Frauen nicht fair behandelt werden. Es sei ebenso wichtig, den Finger auf sich selbst zu richten und zu sagen: “Haben wir gefragt? Sind wir vorgetreten und hatten den, ähm, Grips zu verlangen, was ein Mann tun würde?”

Ellen Pompeo ist sich sicher: Frauen sind manchmal zu schüchtern oder haben zu viel Angst als schwierig dazustehen, um wirklich ihre Meinung zu sagen. Aus diesen Gründen hätte sie offengelegt, wie ihre eigenen Gehaltsverhandlungen liefen. Damals hatte sie erklärt, dass sie weniger verdiente als ihr Ex-Kollege Patrick Dempsey und sie ihn mehrmals darum gebeten habe gemeinsam ihre Gehälter zu verhandeln, er sei aber nie interessiert gewesen. Stattdessen hätten die Verantwortlichen ihn gegen sie ausgespielt: “Wir brauchen dich nicht, wir haben Patrick”, habe es jahrelang gehießen. Doch Ellen Pompeo ließ sich davon nicht unterkriegen und setzte sich durch.