Darknet-Drogenhändler mit Millionenerlös in Berlin zu Haftstrafe verurteilt

Weil sie von Berlin aus über das sogenannte Darknet im großen Stil Drogen verkauft haben, müssen zwei Japaner mehrere Jahre ins Gefängnis. Das Berliner Landgericht verurteilte Ryo Y. am Donnerstag zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe, wie das Gericht mitteilte. Seine Komplizin Sayuri I. muss demnach drei Jahre und drei Monate in Haft. Die geständigen Angeklagten hatten sich mit der Staatsanwaltschaft geeinigt.

Über mehrere Jahre soll der 43-jährige Y. über seinen versteckten Internetshop Cannabisprodukte, Kokain und die Synthetikdroge MDMA verkauft haben. In mehreren tausend Einzelsendungen wurden die Drogen an die Käufer geschickt. Die errechneten Einnahmen über 1,3 Millionen Euro aus den Drogengeschäften wurden von Y. eingezogen.

Viele Zahlungen wurden mit der Digitalwährung Bitcoin abgewickelt. Die Staatsanwaltschaft hatte im vergangenen Frühjahr 64 Bitcoins beschlagnahmt, die Y. erst kürzlich der Justizkasse überlassen hat. Deren Wert hat sich seit dem vergangenen Frühjahr von 76.000 Euro auf derzeit rund 574.000 Euro vervielfacht. Wegen Y.s Drogenabhängigkeit ordnete das Gericht an, ihn in einer Entziehungsanstalt unterzubringen.