„Dann können Innenstädte aussterben“: Experte warnt vor massiven Versäumnissen in deutschen Städten

Christoph Damm
Innenstadt von Bad Münstereifel

Volle Cafés, viele gut gelaunte Menschen und spannende Geschäfte — das ist wohl das Ideal einer deutschen Innenstadt. Doch die Realität sieht häufig anders aus, denn Innenstädte verlieren in der heutigen Zeit ihren Reiz. 

Das zeigte bereits eine Studie im Jahr 2015 von Jörg Funder, Handelsprofessor an der Hochschule Worms. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Zentren von mittelgroßen Städten unter dem sich ändernden Konsumentenverhalten leiden.

Digitalisierung wichtiger Punkt für Einzelhandel

„Es gibt viele Faktoren, die den Innenstädten gerade Probleme machen. Zwar ist die Digitalisierung das größte, aber eben auch nicht das einzige darunter“, erklärt Günter Althaus, Präsident des Mittelstandverbunds ZGV im Gespräch mit Business Insider.

Guenter Althaus

Und dennoch: Die Digitalisierung bedroht die Zukunft der Geschäfte in den Zentren. Kleine Fachgeschäfte, die darauf setzen oder vielleicht hoffen, dass der Online-Trend schnell verfliegen könnte, dürften in den nächsten Jahren massive Probleme haben. Aber nicht nur die.

Kunden verlangen komfortable Geschäfte

 „Die Kunden wollen heute komfortable und große Geschäfte zum Einkauf — ein Schuhgeschäft, das über 200 Quadratmeter Einkaufsfläche verfügt und dort Herren-, Frauen- und Kinderschuhe anbietet, ist da nicht mehr attraktiv genug“, sagt Althaus. Aussichtslos ist der Kampf des Einzelhandels in den Städten gegen den Onlinehandel aber nicht — auch wenn er beim Preis oftmals nicht mithalten kann. 

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