Dank Meyers Kopfballtor: Schalke setzt Erfolgsserie fort

Dank Meyers Kopfballtor: Schalke setzt Erfolgsserie fort

Mit dem letzten Kraftakt vor der Winterpause hat Schalke 04 seine Erfolgsserie auch im DFB-Pokal fortgesetzt und das Viertelfinale erreicht. Der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga bezwang das Schlusslicht 1. FC Köln mit viel Mühe 1:0 (0:0) und blieb zum 13. Mal in Folge ungeschlagen. Nach der besten Hinrunde seit 2011 beendeten die Königsblauen das Jahr mit einem weiteren Erfolgserlebnis - und einer Zusatzeinnahme von 1,273 Millionen Euro.
Der Tabellenletzte Köln schied drei Tage nach seinem ersten Bundesligasieg der Saison zwar erwartungsgemäß aus, machte es dem Favoriten aber sehr schwer. Interimstrainer Stefan Ruthenbeck sammelte trotz der Niederlage weitere Argumente für eine Weiterbeschäftigung. Am Mittwoch will der FC entscheiden, ob der Nachfolger von Peter Stöger zur Dauerlösung wird. 
U21-Europameister Max Meyer erlöste in der 63. Minute die Schalker: Der kleinste Spieler auf dem Platz traf per Kopf. Die Gelsenkirchener haben seit dem 23. September (0:2 bei 1899 Hoffenheim) kein Pflichtspiel mehr verloren. 13 Spiele ungeschlagen waren sie zuletzt 2006/07 geblieben. Vereinsrekord sind 17 Partien ohne Niederlage 1977. 
Schalke-Trainer Domenico Tedesco hatte gegenüber dem 2:2 in Frankfurt auf zwei Positionen umgestellt. Thilo Kehrer und Franco Di Santo rückten für Benjamin Stambouli und Jewgeni Konopljanka ins Team. Ruthenbeck setzte anders als beim 1:0 am Samstag gegen Wolfsburg auf eine Fünferabwehrkette und nahm dafür einen Stürmer aus der Mannschaft.  
Gegen die kompakte Defensive des Bundesliga-Letzten taten sich die Gastgeber schwer. Geduld war gefragt. Ein ums andere Mal spielten die Schalker lieber quer als steil, weil sich keine Lücke bot. "Tiefensicherung" hatte Tedesco vorher dieses vorsichtige Spiel aus Angst vor Kölner Kontern genannt.
Doch die Gegenangriffe der Gäste, die 17 Tage zuvor im letzten Spiel unter Stöger ein 2:2 auf Schalke erkämpft hatten, blieben meist schon im Ansatz stecken. Strafraumszenen waren somit rar. Erst in der 31. Minute gab es den ersten Torschuss des Spiels: Amine Harit scheiterte aus 18 Metern an FC-Torwart Timo Horn. 
Nach der Pause suchten die Königsblauen den direkteren Weg zum Tor - und die Chancen häuften sich. Guido Burgstaller (51.) verfehlte aber ebenso das Ziel wie Harit (54.). Matija Nastasic war dem Führungstreffer noch näher: Den Schuss des Serben aus fünf Metern wehrte Horn mit dem Fuß ab (62.). 60 Sekunden später machte es Meyer besser: Nach einer Ecke von Bastian Oczipka köpfte er den Ball über Freund und Feind hinweg ins lange Eck.