Dank Didavi: Wolfsburg rehabilitiert sich

SID
Dank Didavi: Wolfsburg rehabilitiert sich

Der VfL Wolfsburg hat die Pleite zum Saisonauftakt der Fußball-Bundesliga gut verdaut. Die Niedersachsen, die beim Start 0:3 gegen Borussia Dortmund verloren haben, setzten sich am zweiten Spieltag mit 1:0 (1:0) bei Eintracht Frankfurt durch.
Daniel Didavi (22.) traf für die Wolfsburger, die sich in der vergangenen Saison erst in der Relegation vor dem Abstieg gerettet hatten. Die Eintracht vergab beim Startelf-Debüt von Neuzugang Kevin-Prince Boateng, der zum 100. Mal in der deutschen Eliteklasse auflief, in der ersten Hälfte eine Vielzahl von Chancen.
Vor 48.000 Zuschauern in der Frankfurter Arena bestimmten die Wolfsburger, bei denen John Anthony Brooks, Jeffrey Bruma, Sebastian Jung, Christian Träsch, Vieirinha und Jakub Blaszczykowski fehlten, die Anfangsphase. Die Frankfurter reagierten zumeist nur. Maximilian Arnold hätte per Freistoß fast die Führung für die Gäste erzielt, Eintracht-Torwart Lukas Hradecky war aber zur Stelle (10.).
Erst nach einer Viertelstunde kamen die Gastgeber, die ohne Kapitän Alexander Meier, Marco Fabian, Danny Blum, Omar Marcarell und Carlos Salcedo auskommen mussten, besser ins Spiel. Zwischen der 20. und 22. Minute überschlugen sich dann die Ereignisse.
Zunächst hatte Mijat Gacinonic nach einer Flanke von David Abraham die Führung der Hessen auf dem Kopf, scheiterte aber an VfL-Keeper Koen Casteels. Im Anschluss an die folgende Ecke traf Eintracht-Neuzugang Sébastiien Haller per Kopf den Innenpfosten. Den Gegenzug der Wolfsburger schloss Didavi nach Vorarbeit von Josuha Guilavogui überlegt ab.
Auch danach ging es hoch her. Erst scheiterte Landry Dimata an Hradecky (25.), kurz darauf kam auf der Gegenseite der Videobeweis zum Einsatz (29.). Zunächst hatte Schiedsrichter Benjamin Cortus (Röthenbach) auf Strafstoß für die Eintracht entschieden. Der gefoulte Boateng stand aber im Abseits.
In den letzten Minuten des ersten Durchgangs standen die Frankfurter gleich mehrfach vor dem Ausgleich. Haller scheiterte an Casteels (41.)., Jonathan de Guzman vergab (44.), und einen Gacinovic-Schuss in der Nachspielzeit lenkte Casteels an die Latte.
Nach dem Seitenwechsel beruhigten die Gäste zunächst das Spiel, in den ersten Minuten passierte nicht allzu viel - außer der Auswechslung des angeschlagenen Dimata (52.). Dann scheiterte de Guzman erneut an Casteels (55.).
Im Anschluss waren die Frankfurter bemüht, echte Torchancen konnte sich die Mannschaft von Trainer Niko Kovac bis zur 80. Minute aber nicht erarbeiten. Die Wölfe hatten das Spiel weitgehend im Griff.
Beste Spieler aufseiten der Wolfsburger waren der überragende Casteels und Guilavogui. Bei der Eintracht konnten Timothy Chandler und Gacinovic überzeugen.