Daniel Ricciardo: Habe nicht vor, Lewis Hamilton "Sir" zu nennen!

Christian Nimmervoll
·Lesedauer: 2 Min.

Daniel Ricciardo hat nicht vor, Lewis Hamilton "Sir" zu nennen, sollte der wie erwartet auf der Neujahrs-Ehrenliste von Queen Elisabeth II. stehen und 2021 zum Ritter geschlagen werden: "Vielleicht muss ich Sir Lewis sagen. Aber spontan würde ich sagen nein, weil es merkwürdig klingt", grinst der Renault-Pilot im Interview mit 'Sky'.

Nach Hamiltons siebtem Titelgewinn in Istanbul war bekannt geworden, dass der britische Premierminister Boris Johnson bei der Königsfamilie interveniert hat, Hamilton zum Ritter zu schlagen. Nach Stirling Moss, Jack Brabham und Jackie Stewart wäre er erst der vierte Formel-1-Fahrer, dem diese Ehre zuteilwird.

Auch wenn der "Sir" kein akademischer Grad ist, darf er im Vereinigten Königreich doch als offizieller Titel geführt werden. Doch mit dem Gedanken, dass er einen seiner Formel-1-Kollegen plötzlich als Sir ansprechen soll, tut sich Ricciardo schwer.

Er stehe schon seit einiger Zeit mit der Queen in WhatsApp-Kontakt, flachst Ricciardo, dessen Heimatland Australien Mitglied im Commonwealth of Nations ist, was ihn theoretisch auch zu einem potenziellen Sir macht. Und die Queen sei "immer ein bisschen zögerlich gewesen", Hamilton zu adeln, "weil sie mir die Ehre zuerst zuteilwerden lassen wollte."

"Aber ich schätze, es ist nicht fair, wenn ich mich vordrängle", sagt Ricciardo mit todernster Miene. Erst als er sagt, "die Zeit wird es zeigen", kann er sich das Lachen nicht mehr verhalten und der Schalk prustet aus ihm heraus.

Tatsächlich gehört es in Großbritannien zum guten Ton, zum Ritter geschlagene Personen etwa in Medienberichten standardmäßig als Sir zu bezeichnen. Er würde das lieber nicht so handhaben, grinst Ricciardo. "Aber ich weiß nicht. Wenn das respektlos ist, muss ich vielleicht aufpassen. Wenn es dafür einen Klaps gibt, werde ich mich vielleicht an die Regeln halten", lacht er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.