Dammbruch in Laos: Hunderte Menschen vermisst, mehrere Tote

Nach dem Bruch eines Staudamms in Laos suchen Rettungskräfte mit Booten und Hubschraubern weiter nach Hunderten Vermissten.

Mehr als 600 Menschen sind aus den überfluteten Gebieten gerettet worden, die Zahl der Todesopfer ist auf über 20 gestiegen. Der Xepian-Xe Nam Noy-Staudamm in der südostlaotischen Provinz Attapqeu war am Montagabend eingestürzt.

Fünf Milliarden Kubikmeter Wasser aus dem Staubecken überschwemmten sechs Dörfer. Das ist ungefähr so viel Wasser, wie der Chiemsee und der Starnberger See zusammen fassen.

Knapp 7000 Menschen verloren ihr Zuhause, Tausende sitzen noch in den überfluteten Gebieten fest. Als mögliche Ursache des Dammbruchs nannte eine der an dem Projekt beteiligten Firmen starken Regen, der zu Rissen im Damm geführt haben könnte.

Die Menschen in Laos erhalten laut Staatsmedien Hilfe aus zahlreichen Ländern. Das große nördliche Nachbarland China schickte 100 Rettungskräfte, Japan versorgt die Opfer mit Zelten und Decken, der südwestliche Nachbar Thailand schickt Wasser und Medikamente.

Der Unglücksdamm war noch im Bau und zu 90 Prozent fertiggestellt. Das Kraftwerk sollte mehr als 1800 Gigawatt Strom pro Jahr produzieren, eine wichtige Einnahmequelle für das arme südostasiatische Land.