Damit dem Baguette nichts passiert: Regierung greift ein

Das Baguette ist den Franzosen heilig, es ist nicht nur Kultur, sondern auch Kult. Damit dem so wertvollen Kulturgut auch nichts passiert, sollen die traditionellen Bäckereien, die sehr unter der Energiekrise leiden, jetzt von der französischen Regierung unterstützt werden. Die Boulangeries sollen auf keinen Fall schließen müssen, und viel teurer sollen sie das Baguette auch nicht verkaufen.

Da viele Bäckereien sich aber kaum mehr über Wasser halten können, greift Paris ein.

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Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire stellte das Überlebenspaket für die Bäcker vor: "Die Hilfen für unsere 33.000 traditionellen Bäcker: Sie bekommen längere Fristen bei der Steuer, sie können unter den Energiepreisdeckel, - so können sie die Kosten um 40 Prozent senken, - jeder Bäcker hat Anspruch auf staatliche Finanzhilfen, und auch die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist möglich."

Das Baguette ist seit November auf der Liste des Kulturerbes der Vereinten Nationen. Der Staat lässt seine Bäcker nicht im Stich, so die Botschaft der Politik, und sein Kulturerbe erst recht nicht.

Frankreichs Regierung hat wegen hoher Energiepreise für Betriebe auch mehr Unterstützung von Versorgern gefordert. "Die Versorger helfen den Bäckereien und den kleinen und mittleren Unternehmen nicht ausreichend", kritisierte Le Maire am Dienstag in Paris. Er forderte die Energielieferanten auf, sofort mehr zu tun. Andernfalls würden Maßnahmen ergriffen, damit diese sich an ihre Verpflichtungen hielten.

Französische Medien hatten über Bäckereien berichtet, die wegen gestiegener Energiekosten vor riesigen Herausforderungen stünden. Die Zeitung "Le Parisien" etwa schrieb von einer Bäckerei in der Nähe von Paris, die ab März zehnmal mehr für ihren Strom zahlen solle. Der Sender BFMTV berichtete von einer Bäckerei in Nordfrankreich, die wegen hoher Energiekosten nur noch am Wochenende ihre Türen öffne.