Daimler, VW, BMW wieder gefragt – lohnt sich der Einstieg?

Jochen Kauper
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Daimler vergrößert Vorsprung auf BMW - Aktie nach Konsolidierung wieder spannend

Daimler vergrößert Vorsprung auf BMW - Aktie nach Konsolidierung wieder spannend

Die Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen waren in den letzten Tagen wieder gefragt. Es scheint, als hätten die Papiere der Autobauer das Schlimmste hinter sich. Wichtige charttechnische Unterstützungen sind in den letzten Wochen mehrmals erfolgreich verteidigt worden.
Gut möglich, dass die Autobauer auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA),  die am 14.September in Frankfurt beginnt, endlich wieder mit einem positiven Newsflow aufwarten können. Zetsche, Krüger und Müller werden die Plattform sicherlich nutzen, um kräftig die Werbetrommel für ihre innovativen Elektroflitzer zu rühren, welche in den kommenden Jahren ausgerollt werden.

Fahrverbote verhindern

Hinzu kommt, dass sich Kanzlerin Angela Merkel hinter die Autobauer gestellt hat. Wenige Wochen vor der Wahl hat Merkel die Dieselkrise zur Chefsache erklärt. Die Politik arbeitet daran, Fahrverbote für Dieselautos in deutschen Städten zu verhindern.

Goldman Sachs schwenkt um

Ein weiterer Kurstreiber ist sicherlich die Hochstufung von Daimler durch Goldman Sachs. Nach den Kursverlusten der vergangenen Monate wurde das Papier von Daimler von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Goldman-Sachs-Analyst Stefan Burgstaller hob zudem in der am Mittwoch veröffentlichten Studie das Kursziel von 80 auf 81 Euro an. Die Daimler-Aktie ist mit einem Abschlag von fast 12 Prozent seit Ende Dezember einer der größten Dax-Verlierer im bisherigen Jahresverlauf. Nur die Deutsche Bank und ProSiebenSat.1 haben noch mehr nachgegeben. Der Dax legte in diesem Zeitraum knapp sechs Prozent zu.

Kaufsignale
Aus charttechnischen Gesichtspunkten lohnt sich aktuell der Einstieg bei Daimler. Mit dem überschritten der 38-Tage-Linie hat das Papier ein Kaufsignal geliefert. Der Abwärtrend wurde verlassen. DER AKTIONÄR sieht Zetsche und Co in Sachen E-Autos und Mobilitätsdiensten vor BMW und VW. Wobei: Auch die Papiere von VW haben zuletzt einen Boden ausgebildet. Auch hier könnte sich eine spannende Turnaround-Story anbahnen.