Daimler: Ex-Finanzvorstand Lindberg heuert beim Konkurrenten Lucid Motors an

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Das Luxus-E-Auto Lucid Air.
Das Luxus-E-Auto Lucid Air.

Das US-Unternehmen Lucid Motors hat kurz vor dem eigenen Börsengang einen Kandidaten für den künftigen Aufsichtsrat benannt: den ehemaligen Mercedes-Finanzvorstand Frank Lindberg. Über die Besetzung des Gremiums solle eine Aktionärsversammlung am 22. Juli abstimmen, berichtet das „Manager Magazin“.

Lindberg arbeitete insgesamt 25 Jahre bei den Stuttgartern und gilt als ein intimer Kenner der Autobranche. Von 2009 bis 2012 war er Finanzvorstand der Lkw-Sparte und anschließend in selber Funktion für Mercedes-Benz. Er galt im Konzern schon länger als Fürsprecher einer stärkeren Elektrifizierung, während er teure Investitionen in neue Projekte mit Verbrennungsmotoren mehrfach kritisierte. Unter dem früheren Chef Dieter Zetsche konnte er seinen Kurs jedoch nicht durchsetzen. Seinen Posten musste er schließlich 2020 zugunsten des neuen Finanzvorstands Harald Wilhelm räumen.

Rawlinson fordert seinen ehemaligen Chef Elon Musk heraus

Lucid gilt als eines der vielversprechensten E-Auto-Startups auf dem Weltmarkt. Geführt wird das Unternehmen vom langjährigen Tesla-Manager Peter Rawlinson. Den Markteintritt will Lucid über die Oberklasse mit dem Modell Lucid Air nehmen, dessen erste Version eine Reichweite von mehr als 800 Kilometer, gut 1000 PS und einen Verkaufspreis von 161.500 Dollar verspricht. Das Unternehmen will sich vor allem mit Rawlinsons ehemaligem Arbeitgeber Elon Musk und Tesla messen.

Mittlerweile drängen aber auch die deutschen Autobauer mit genug Wucht auf den E-Automarkt, dass sie ebenfalls als Konkurrenten gelten. VW, Daimler und Co. haben Lucid durchaus auch auf ihrem Radar. Aus Konzernkreisen raunt es, dass man gespannt sei auf das neue Modell der Kalifornier – und ob sie im aktuellen Rennen um die höchsten Reichweiten den anderen einen Schritt voraus sind.

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