Dahmen rettet schwache deutsche U21

SID
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Finn Dahmen lachte breit. Beim FSV Mainz 05 muss der Torhüter der deutschen U21-Nationalmannschaft von der Bank aus alle paar Tage eine Niederlage mitansehen - am Donnerstag gegen Slowenien durfte er nicht nur debütieren, sondern er rettete seine Mannschaft beim 1:1 (1:0) mit einer Elfmeterparade auch noch vor einer Niederlage.

Kaum geglänzt und Glück gehabt: Fünf Tage vor dem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Wales musste die U21 sich in Braunschweig nach dem Abpfiff bei Dahmen bedanken, der den scharfen Schuss von Zan Celar unten rechts aus dem Eck lenkte (87.).

"Ich habe zuletzt gute Leistungen gezeigt", sagte Dahmen im Interview bei Pro7Maxx: "Egal, wen unser Trainer Stefan Kuntz gegen Wales reinstellt: Wir sind bereit."

Wintzheimer trifft zur Führung für deutsche U21

Im leeren Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße hatte Manuel Wintzheimer vom Hamburger SV in der 42. Minute per Foulelfmeter den Führungstreffer erzielt. Ebenfalls per Strafstoß glich Slowenien nicht einmal 60 Sekunden nach dem Seitenwechsel durch Zan Medved aus. Er war vom gerade eingewechselten Stephan Ambrosius (Hamburger SV) gefoult worden. Der Elfmeter in der Schlussphase, war äußerst fragwürdig.

Die Slowenen, als Gastgeber automatisch für die EM qualifiziert, erwiesen sich als harmloser Gegner, dem sich nur Möglichkeiten eröffneten, wenn das Team von Kuntz mit zu wenig Präzision agierte.

Nach 20 Minuten des Abtastens erhöhten die Platzherren den Druck, ohne zu wirklich gefährlichen Abschlüssen zu kommen. Dagegen prüfte Aljosa Matko (32.) Torhüter Lennart Grill von Bayer Leverkusen mit einem strammen Distanzschuss.

Kuntz fordert mehr Einsatz

"Macht nicht das Spiel tot. Ihr müsst mehr laufen!", forderte Kuntz an der Seitenlinie lautstark. Prompt erzwangen sie zehn Minuten später die Situation, die zum Foul an Wintzheimer mit anschließendem Strafstoß führte. Dahmen kam zur zweiten Halbzeit rein und kassierte sofort das 1:1.

Nach dem überraschenden Ausgleich übernahmen die Gastgeber wieder das Kommando auf dem Platz. Kuntz hatte in der Halbzeitpause sieben Wechsel vorgenommen, Abstimmungsprobleme blieben unverkennbar. Viele Laufwege stimmten nicht, immer wieder landeten Pässe im Nirgendwo.

Um die Offensive zu stärken, kamen die Jungstars Lukas Nmecha (RSC Anderlecht) und Mergim Berisha (RB Salzburg) in der 64. Minute auf den Platz, von Kuntz mit eindringlichen Worten instruiert. Supertalent Florian Wirtz (17) von Bayer Leverkusen wurde für die Partie am Dienstag nächster Woche gegen Wales geschont.