Was? Da hat Samuel L. Jackson auch mitgespielt?

Bei Schauspieler Samuel L. Jackson fragt man sich: In welchem Film hat dieser Typ eigentlich nicht mitgespielt? (Bild: AP Images)

Ob als irrer Auftragskiller in Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“ oder als Jedi-Ritter in „Star Wars“ – kaum jemand ist im Kino so präsent wie Samuel L. Jackson. Nun startet sein neuer Film „The Killer’s Bodyguard“ in den deutschen Kinos. Doch es gibt auch Auftritte des Tausendsassas, die wir fast schon vergessen haben. Oder wussten Sie, dass Jackson einen Auftritt in Jurassic Park hatte?

In der Action-Komödie „The Killer’s Bodyguard“ von Patrick Hughes spielt Samuel L. Jackson mal wieder einen Auftragskiller. Und zwar den berühmten Darius Kincaid, der von dem weltbesten Sicherheitsagenten Michael Bryce (gespielt von Ryan Reynolds) dem Europäischen Gerichtshof ausgeliefert werden soll. Ihr Weg dorthin gestaltet sich erwartungsgemäß actiongeladen. Dabei erheitert das ungleiche Duo seine Zuschauer mit einer gehörigen Portion Selbstironie.

Jackson wird auch in diesem Streifen seinem Image des „King of Cool“ gerecht. In einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung verrät er: „Ich will mich nicht beschweren. Im Laufe der Zeit habe ich mich an dieses Label gewöhnt. Und es gibt ja wahrlich schlimmere Images.“

Zu verdanken hat er das wohl Filmemacher Quentin Tarantino, der ihn 1994 in seinem Film „Pulp Fiction“ für die Rolle des bibelfesten Auftragsmörders Jules Winnfield auserkor. Auch in weiteren Filmen von Tarantino übernahm Jackson die Rolle des kaltblütigen Bösewichts wie die des Gangsters Jackson in „Jackie Brown“ (1997). Und auch für seinen blutigen Western-Krimi „Django Unchained“ übernahm Jackson eine Rolle – diesmal als hinterhältiger Diener eines Sklavenhändlers.

Ebenso legendär: Jacksons Auftritte als Jedi-Meister Mace Windu in den „Star Wars“-Episoden I-III, als titelgebender Ermittler in “Shaft – Noch Fragen?” sowie seine Rolle als Nick Fury in den Marvel-Comicreihen „Marvel’s The Avengers“ und „Captain America – The First Avenger“.

Doch die Filmografie von Samuel L. Jackson hält auch einige Überraschungen bereit. Denn nicht immer hatte er ein sicheres Händchen bei der Rollenwahl – oder fiel im Film schlichtweg nicht weiter auf. Was viele nicht wissen: Bereits 1993 war Jackson in Steven Spielbergs Klassiker „Jurassic Park“ auf der Leinwand zu sehen. Dort wurde er in der Rolle des Wissenschaftlers Ray Arnold von einem Dinosaurier aufgefressen. Und fast ebenso schnell verschwand bei vielen Kinogängern die Erinnerung an diesen Auftritt. Ähnlich nebensächlich, aber gleichermaßen tragisch, verläuft seine Rolle im Science-Fiction-Thriller „Deep Blue Sea“ – hier ist es ein Riesenhai, der Jackson verspeist.

Schlechte Filme

Wenig bekannt ist auch Jacksons Auftritt in der Neuverfilmung von „Tarzan“ (2016) oder seine Nebenrolle in „Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“. Einen weniger glanzvollen Auftritt hatte Jackson im Fantasy-Thriller „The Spirit“, in dem er an der Seite von Scarlett Johansson und Eva Mendes spielte. Der Film wurde von vielen Kritikern zerrissen. Noch unangenehmer fielen die Rezensionen zu dem Action-Thriller „Snakes on a Plane“ aus. Unfreiwillig komisch und eher albern als actionreich sei dieser laut vieler Kritiker, auch der Erfolg an den Kinokassen blieb aus. Dafür war Samuel L. Jacksons Filmografie um einen Ausflug ins Trash-Genre reicher. Auch “Jumper” war kein Meilenstein.

Ungewöhnlich für Jackson: Seine Rolle in dem Liebes-Drama „Mütter und Töchter“ – dort mimte der Hollywood-Star ausnahmsweise nicht den Superschurken, sondern ließ sich von Naomi Watts alias Anwältin Elizabeth verführen. Facettenreich ist die Karriere von Samuel L. Jackson allemal. Und ein Mann, der seit rund 25 Jahren in gefühlt jedem zweiten Film mitspielt, darf auch einmal nicht brillieren.